Mittwoch, 17. Juli 2013

[Rezension] Richard Bachmann (Stephen King) - Qual

Quelle: Heyne
Autor: Richard Bachmann (Pseudonym von Stephen King)
Titel: Qual
Originaltitel: Blaze
Seiten: 482
Verlag: Heyne
Veröffentlichung: 3. Februar 2009
Einband: Taschenbuch
ISBN: 978-3-453-40612-4
Preis: 8,95 €
Leseprobe: *klick*

Inhalt:
Die Kindheit des jungen Blaze ist schrecklich: Die Mutter ist gestorben und sein Vater, ein Trinker, verprügelt ihn ständig und wirft ihn oft die Treppe hinunter, bis das Kind einen bleibenden Schaden davon trägt. Der leicht behinderte Junge wird in ein Kinderheim gesteckt, wo sich die kommenden Jahre jedoch erst recht qualvoll gestalten. Als Jugendlicher begeht er mit seinem Kumpel George harmlose Straftaten, bis dieser bei einer Stecherei umkommt. Aber George meldet sich aus dem Totenreich, und flüstert Blaze ein, einen großen Coup zu starten. Um an wirklich viel Geld zu kommen, entführt Blaze schließlich das Baby einer reichen Familie. Allein mit dem kleinen Bündel Leben, erwacht in ihm eine ungeahnte Fürsorge. Die Flucht vor dem gigantischen Polizeiaufgebot führt in eine Katastrophe...

Erster Satz:
George war irgendwo im dunkeln. 
Charaktere:
Blaze ist ein fast 2 Meter großer Kerl und bevor er von seinem Vater die Treppe runter geworfen worden ist, war er ein sehr aufgewecktes Kind. Seit dem  er runter geworfen worden ist, hat er eine leicht Behinderung und ist zurückgeblieben. Blaze war im Kinderheim, bis er ins Jugendgefängnis kam und danach lernte er George kennen, der ihm immer gesagt hat, er wäre dumm.
Nachdem George umgekommen ist, bildet sich Blaze ein, dass George noch immer mit ihm redet und dieser hilft ihm so, die Entführung zu planen.
Zu Anfang ist er nur am Geld interessiert, doch nach einiger Zeit fängt Blaze an den kleinen richtig zu mögen.

Meine Meinung:
Das Cover finde ich wirklich gut. Es ist dunkel und oben kann man glaube ich das Hetton House sehen. Es wirkt sehr düster und es verrät kaum was vom Buch. Ich habe die Ausgabe mit dem Cover wie oben zu sehen und das aktuelle Cover, welches man in den Läden findet, finde ich wiederum nicht so toll, weil ich dieses einfach langweilig finde. (Wer sich dieses einmal ansehen möchte, einfach auf den Heyne Link klicken)

Die Idee klang sehr vielversprechend. Es ist das erste Buch, das ich gelesen habe, bei dem es um eine Kindesentführung geht.
Von der Umsetzung war ich allerdings nicht ganz so begeistert. Ich finde man hätte mehr aus der Geschichte machen können. Ich fand manche Stelle einfach nur langweilig, oder hab mich nicht ganz einfinden können.
Die Rückblenden in Blaze Kindheit und Jugend fand ich sehr passend, weil sie die ganze Geschichte noch abgerundet haben und es frische gemacht haben.
Der Schluss war sogar etwas spannend, was mir in dem Buch eindeutig gefehlt hatte. Ich fand es sehr hervorsehrbar und das Ende fand ich war keine große Überraschung.

Ich mag Stephen Kings Schreibstil. Er lässt sich zwar etwas langsamer lesen, weil er zum großteil auch noch altmodischer ist, weil er einfach aus einer anderen Generation kommt, aber auch er geht mit der Zeit.
"Qual" ist dadurch, dass es erst nach ca. 30 Jahren erschienen ist, weil Stephen King ihn, wie er im Nachwort schreibt, nicht sehr gut war. Und dadurch, dass er nochmal überschrieben worden ist, ist das Buch leichter zu lesen, als z.B. Cujo oder Friedhof der Kuscheltiere.

Ich konnte mich sehr gut in den Charakter Blaze hineinfühlen und er tat mir auch ziemlich leid, weil er ein so hartes leben hat und auch ziemlich leiden musste. Ich fand Blaze sehr interessant gestaltet und es hat mir Spaß gemacht, ihn kennen zu lernen.

Fazit:
Ein guter Bachmann, aber auch nicht der Überflieger. Ich denke, dass King mehr hätte draus machen können. Das Buch ist gut für den Zeitvertreib oder als Übergangsbuch. Man muss sagen, dass King als Bachmann schon bessere Bücher veröffentlicht hat.



Kommentare:

  1. Ich persönlich fand das Buch - in meiner Erinnerung - super. Ich konnte so gut mitfühlen mit Blaze und so. War aber auch mein erster Bachmann ;)

    Liebst, Lotta!

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    1. Mein erster Bachmann war "Amok" und von dem war ich begeistert

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