Samstag, 21. September 2013

[Rezension] Agnes Hammer - Ich blogg dich weg

Quelle: Loewe
Autor: Agnes Hammer 
Titel: Ich blogg dich weg 
Seiten: 160
Verlag: Loewe
Veröffentlichung: 18. März 2013
Einband: Paperback 
ISBN:  978-3-7855-7706-6
Preis: 5,95 €
Leseprobe: *klick*

Inhalt:
Julie ist schön, beliebt und kann wundervoll singen. Zusammen mit ihrer Band will sie beim Schulfest auftreten. Doch wie aus dem Nichts erhält Julie gemeine E-Mails, Beschimpfungen, Drohungen. Dann taucht im Internet ein gefaktes Facebook-Profil auf, das Julie als arrogante Zicke darstellt. Im Nu lästern Klassenkameraden und wildfremde User online über sie ab. Julie verzweifelt daran. Wer tut ihr das an? Die Situation eskaliert, als sie auch noch die Band verlassen soll und die Drohungen in Gewalt umschlagen. 

Erster Satz:
Nacht,Wald und alles ist dunkel. 
Meine Meinung:
Das Cover ist ganz schlicht gestaltet und durch die Maus kann man erkennen, das es sich um Cyber-Mobbing handelt. Durch das grelle gelb fällt das Buch auf Anhieb auf.

Die Idee zu diesem Buch finde ich echt gut. Ich mag es, dass jemand beliebtes zu einem Mobbingopfer wird und nicht jemand unbeliebtes, weil es so sehr gut zeigt, das Mobbing jeden treffen kann.
Die Umsetzung hat mir wirklich gut gefallen. Da man immer aus verschiedenen Sichten gelesen hat, konnte man sich in das Opfer und in die Mobber hineinfühlen. Das Buch regt während dem lesen zum Nachdenken an, und selbst mir ist bewusst geworden, dass ich selber vom Opfer zum Mitmobber geworden bin. Auch wenn ich selbst nicht groß was gemacht habe, so wie andere, tut jeder der nichts dagegen unternimmt, dem Opfer weh. Das Buch öffnet einem die Augen zu den eigenen Taten und es macht einen bewusst, wie beeinflussbar man doch ist.
Ich hatte bei dem Buch sogar schnell ein paar Verdächtige, die das Fake-Profil erstellt haben könnten und eine direkt ausgeschlossen. Je weiter das Buch voranschritt, desto sicherer wurde ich mir bei einer Person und am Schluss hatte ich die richtige Person vermutet.
Das einzige was mir zu Anfang nicht gefallen hat, ist der so schnelle Perspektivenwechsel, da man immer wieder durcheinander kam, wer wer ist.

Der Schreibstil war sehr angenehm und schnell zu lesen. Durch das Thema wäre es eine gute Lektüre für eine Schulklasse.

Die Charaktere waren sehr individuell. Julie passt von der Beschreibung her so gar nicht zu einem Mobbingopfer, aber es wird deutlich gemacht, dass jeder eines werden kann. Zu manchen Charaktere hat die Rolle des Mobbers so gar nicht gepasst und zu manchen schon mehr.

Fazit:
Ein wirklich zum Nachdenken anregendes Buch, dass gut als Schullektüre passt. Die Story öffnet einem die Augen. Das Thema wird gezielt behandelt ohne ein zu großes Drum und Dran.


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