Samstag, 4. Januar 2014

[Rezension] John Green - Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Autor: John Green
Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Originaltitel: The Fault in our stars
Reihe: 
Seiten: 288
Verlag: Hanser
Veröffentlichung: 30. Juli 2012
Einband: Hardcover
ISBN: 978-3-446-24009-4
Preis: 16,90€
Leseprobe: *klick*

Inhalt:
"Krebsbüchersind doof", sagt Hazel zu Beginn der Geschichte. Doch genau das ist dieser Roman nicht. Vielmehr ist er eine intensive Reflexion über die großen Fragen des Lebens und Sterbens, ein verführerischer Liebesroman und eine zu Herzen gehende Komödie.
Die 16-jährige Hazel spielt darin die Hauptrolle. Sie weiß, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt, weil sie Krebs hat. Aber sie will deshalb nicht bemitleidet werden. Lieber vermeidet sie Freundschaften. Bis sie in einer Selbsthilfegruppe auf Augustus trifft. Gus ist intelligent, witzig, umwerfend schlagfertig und er geht offensiv mit seinem Schicksal um: Selbst in düsteren Momenten bringt er die Gruppe zum Lachen. 
Trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit - Hazel und Gus verlieben sich ineinander. Sie diskutieren Bücher, hören Musik, gucken Filme und erörtern die Ungerechtigkeit einer Evolution, die Mutationen wie sie zulässt. Als Hazel Gus anvertraut, dass ihr größter Wunsch ist, den Autor ihres absoluten Lieblingsbuches kennenzulernen, macht Gus ihren Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam. Vor ihrem unvermeidlichen Ende wissen sie, dass sich die Liebe unter allem Umständen lohnt, und dass sie das Leben bis zum letzten Zag feiern wollen.

Zitate:

"Es ist eine Metapher, versteht du: Du steckst die das tödliche Ding zwischen die Zähne, aber du gibst ihm nicht die Kraft zu töten." (S. 25)

"Vielleicht wird 'Okay' unser 'für immer'." (S.71)

"Gegen wen führe ich Krieg? Gegen den Krebs. Und woraus besteht der Krebs? Aus mir. Die Tumoren gehören zu mir. Sie gehören genauso zu mir, wie mein Gehirn und mein Herz. Es ist ein Bürgerkrieg, Hazel Grace, ein abgekarteter Bürgerkrieg, bei dem der Sieger feststeht." (S.198)

Meine Meinung:
Zum Cover kann ich echt nur sagen: Toll! Ich bin froh, dass es so schlicht gehalten ist und nicht großes geworden ist. Da die Story schon ziemlich "hart" ist, wäre ein aufdringliches Cover total fehl am Platz. So toll ich das deutsche Cover aber auch finde, ich mag das Original Cover immer noch am liebsten, mit den zwei Wolken. Die Wolken drücken so schön die guten, aber auch die schlechten Seiten des Lebens aus, vor allem da die eine weiß ist und die andere schwarz und die Schriftfarbe in den Wolken ist jeweils gegensätzlich. Das zeigt wiederum, dass man gutes im Schlechtem finden kann und schlechtes im Guten.
Die Idee des Buches hat mir beim erstem Mal etwas Angst bereitet, weil ich beim Thema Krebs so ein bisschen skeptisch bin, durch die familiäre Vergangenheit. Aber ich konnte meine Finger dennoch nicht von dem Buch lassen, weil mich der Satz von Hazel wirklich gereizt hat, in dem sie meint, dass Krebsbücher doof sind. 
Als ich das Buch dann angefangen habe, war ich geplättet. Die Umsetzung war toll. John Green hat sich nicht auf den Krebs fokussiert, sondern auf die Charaktere und deren Gefühle und Leben und wie sie mit dem Krebs umgehen. Meine Ängste waren sofort wie weggeblasen. John Green hat mich sofort gefangen. Die Geschichte ist total authentisch. Das ganze Thema wird mit Humor aufgenommen, sodass es leicht ist, dem Sachverhalt zu folgen. Es wird alles sehr lebhaft dargestellt und nicht groß mit Fachbegriffen umhergeworfen, die kein Mensch versteht, außer einem Arzt vielleicht. Das macht die gesamte Geschichte noch sympathischer. Durch das ganze Buch über konnte man lachen, sich aufregen und weinen. Diese 288 Seiten haben ein großes Gefühlsspektrum in sich.
Was mir besonders gefällt ist, dass das Buch mitten drin endet. Man würde gerne weiter wissen, wie es mit Hazel & Co weiter geht, aber das erfährt man nicht, so wie es bei Hazels Lieblingsbuch auch war.

Der Schreibstil von John Green ist toll. Er nimmt einen sofort ein und man kann das Buch gar nicht mehr weglegen. Man will es auch gar nicht. John Green schreibt total humorvoll und gefühlvoll.

Die Charaktere schließt man sofort ins Herz. Hazel ist eine sehr ehrliche Person und hat keine Angst davor, ihre Meinung zu sagen. Sie lässt es nur, weil sie die Gefühle der anderen nicht verletzen will.
Augustus ist noch ehrlicher als jeder andere. Wenn ihm etwas nicht passt, haut er es raus, ohne nachzudenken und dabei kommen immer sehr lustige Dinge zusammen. 
Alle Charaktere sind sehr individuell und wirklich liebenswert. Man hat sie nach nur ein paar Seiten ins Herz geschlossen.

Fazit:
Das Buch ist eines der schönsten und emotionalsten Bücher, die ich je gelesen habe. Wer es noch nicht gelesen hat, sollte es wirklich nachholen.


Über den Autor:
John Green, 1977 geboren, erlangte bereits mit seinem Debüt Eine wie Alaska (2007) Kultstatus unter jugendlichen Lesern. Das Buch wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. war es gleich zweifach für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Auch seine Jugendromane Die erste Liebe - nach 19 vergeblichen Versuchen (2008) und Margos Spuren (2010), ebenfalls nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis und ausgezeichnet mit der Corine, fanden ein großes Echo beim Publikum und in der Presse. Der Autor wird inzwischen mit Philip Roth und John Updike verglichen. Das Schicksal ist ein mieser Verräter war in den USA schon vor dem Erscheinen ein Bestseller. Green signierte 150000 vorbestellte Bücher. Seitdem steht der Titel auf der Bestsellerliste der New York Times. Über eine Million Fans folgen John Green regelmäßig über den Kurznachrichtendienst Twitter oder verfolgen seinen Videoblog. Der Autor lebt mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn in Indianapolis. 









Kommentare:

  1. Huhu,
    da geb ich dir recht das Buch ist sowas von empfehlenswert :)
    Mir hat es damals auch total gut gefallen, nur am Ende da dachte ich auch, John Green macht doch das gleiche mit uns wie dieser VanHouten, schluss aus ende... aber es hat auch super gepasst. Ein tolles Buch ist es definitiv :)

    LG ♥

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  2. Baaah, ich dachte ich folge dir bereits. Mensch, das war gar nicht so, schnell geändert. ;D

    Eine schöne Rezension. Ich bin auch immer sehr skeptisch wenn solche ernsten Themen in Büchern vorkommen, aber hier war es einfach wunderbar umgesetzt. Ich kann dir nur zustimmen. :)

    Alles Liebe, Sophie

    PS: Ich finde deine Eulen sooo schnuckelig. <3

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  3. Huhu,

    das Buch will ich auch noch lesen.
    Allerdings werde ich es wohl auf Englisch lesen. Meine Schwester hat den Schuber von John Green bekommen, da freue ich mich schon drauf den zu lesen. :)

    Sehr schöne Rezension zu einem guten Buch! :))

    Liebe Grüße
    Vanessa

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