Samstag, 22. März 2014

[Rezension] Will Hill - Department 19: Die Mission

Autor: Will Hill
Titel: Department 19: Die Mission
Originaltitel: Department 19
Reihe: Band 1 von ??
Seiten: 493
Verlag: Bastei Lübbe
Veröffentlichung: 21. September 2012
Einband: Hardcover
ISBN: 978-3-7857-6080-2
Preis: 14,99 €
Leseprobe: *klick*

Inhalt:
In Jamie Carpenters Leben war (fast) alles ziemlich normal. Bis dieses seltsame Mädchen auftaucht, das dunkle Erinnerungen in Jamie wachruft: Seine Mutter verschwindet spurlos. Er wird von einem dämonischen Kerl bedroht. Und ein monströser Hüne namens Frankenstein entführt ihn. 
Plötzlich findet Jamie sich in der geheimsten Organisation der britischen Regierung wieder, von der niemand etwas ahnt: Department 19. Verantwortlich für die Bekämpfung des Übernatürlichen, gegründet im Jahr 1891 - von niemand Geringerem als Abraham Van Helsing und seinen Mitstreitern im Kampf gegen den Grafen Dracula.
Gemeinsam mit Frankenstein und dem Vampirmädchen Larissa, das ganz eigene Pläne hat, versucht Jamie alles, um seine Mutter aus der Gewalt des mächtigsten Vampirs der Welt zu befreien. Und gleichzeitig regt sich etwas viel Älteres, das selbst das Department 19 nicht aufhalten kann...

Zitate:
"Er spürte keinen Schmerz, nur Überraschung und eine überwältigende Müdigkeit. Er starrte auf die dunkle Flüssigkeit, die immer noch in die Luft spritzte, und erst als er langsam hintenüber ins Gras sank, dämmerte ihm, dass es sein eigenes Blut war." (S.42)

"Van Helsing war nicht echt", entgegnete er und lächelte das Monster an. "Ich habe Dracula gelesen." (S.111)

""Ich dachte, du würdest es schaffen", sagte er aufgeregt. "Ich habe es wirklich gedacht. Niemand hat es je beim ersten Mal so weit geschafft wie du." (S.170)

Meine Meinung:
Wegen dem Cover habe ich das Buch überhaupt erst in die Hand genommen, als ich es in der Bücherhalle gesehen habe. Ich finde es sehr zurückhaltend, aber trotzdem sehr mächtig, weil die Schrift so groß ist und der Mann mit dem Rücken zum Betrachter steht. Das gute an dem Cover ist auch, dass es nicht bunt ist, sondern in neutralen Farben gehalten ist.

Die Idee fand ich sehr erfrischend, denn Vampire wurden wieder zu dem gemacht, was sie wirklich sind und sind nicht mehr die lieben. Es gibt auch hier Ausnahmen, aber die sind nicht ganz so extrem, wie in anderen Büchern. Was ich interessant fand war, dass es eine streng geheime Organisation gibt, die das übernatürliche bekämpft.
Die Umsetzung fand ich ganz gut. Es hat mich zwar nicht wirklich umgehauen, aber es konnte mich dennoch überzeugen. Zu Anfang kam ich nicht ganz in das Buch hinein, weil man ziemlich unwissend geblieben ist, was alles eigentlich abgeht. Man hat erst den Überblick gewonnen, als auch der Protagonist alles nötige erfahren hat. 
Die historischen Rückblicke im Buch fand ich toll, denn die haben einem dann doch einen gewissen Überblick verschafft, was alles in der Vergangenheit passiert ist, aber es hat nicht zu viel verraten. Der Beginn des Buches war wirklich vielversprechend, aber zum Schluss hin wurde es einfach nur unnötig brutal. Ich habe mit Brutalität in Büchern wirklich keine Probleme, aber sie muss passend sein und ich fand sie hier einfach unpassend. 
Der Schluss hat mich auch ein wenig enttäuscht. Es mag zwar eine gute Idee gewesen sein, aber ich fand sie einfach zu schlaff umgesetzt. Für mich war es zu wenig ausgearbeitet. Es kam mehr wie so ein: "Ich muss dieses Buch jetzt schnell zu Ende bringen" rüber. Was zudem noch unrealistisch ist, ist, dass Jamie nach dem 24h Training schon der perfekte Killer war. Das fand ich sehr überzogen.

Der Schreibstil war toll. Er war sehr flüssig zu lesen, allerdings musste ich manche Sätze 2 oder 3 mal lesen, um sie richtig zu verstehen. Der Autor hat sehr bildlich geschrieben und ich konnte mir alles ziemlich gut vorstellen.

Mit den Charakteren bin ich nicht ganz warm geworden. Sie waren mir zum Teil zu oberflächlich. Mit Jamie zum Beispiel bin ich nicht warm geworden. Bei ihm ging es immer nur um die Rettung einer Mutter und das sein Vater ein Verräter ist. Das ging ein wenig auf die nerven. Klar will man seine eigene Mutter retten, aber bei allem anderen hat er die Ohren versperrt, wenn Frankenstein z.B. ihm etwas über seinen Vater erzählen wollte. Das ging wirklich auf die Nerven. Er ist so ein Klischee-Teenie, wie ich ihn selten erlebt habe.
Die einzigen die meiner Meinung nach ein wenig Tiefe bekommen haben, waren Frankenstein und ein paar weitere Nebencharaktere, die auch für die Handlung wichtig waren. Bei denen hatte ich einfach das Gefühl, dass sie nicht nur eine Gefühlsregung besitzen.

Fazit:
Eine tolle Grundidee mit guten Ansätzen. Allerdings hakt es an einigen Punkten, die das Buch erheblich runterziehen. Ich bin dennoch auf den zweiten Band gespannt, in dem es mit dem ältesten Vampir wohl weitergeht.


Buchtrailer:


Über den Autor:
CoverWill Hill arbeitete mehrere Jahre im Verlagswesen, bevor er seinen Job hinschmiss, um sich ganz dem Projekt DEPARTMENT 19 widmen zu können. Er wuchs im Nordosten Englands auf, einer Gegend, die völlig von Vampir-Mythologie durchdrungen ist – Legenden von unwiderstehlicher Anziehungskraft für den jungen Will! All seine Faszination für das Thema spürt man in seinem hoch gelobten Debüt, das in England für große Begeisterung sorgte. Heute lebt Will Hill mit seiner Freundin in London, wo er sich sicherer fühlt.

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