Sonntag, 27. April 2014

[Rezension] Anja Marschall - London Calling

Autor: Anja Marschall
Titel: London Calling
Seiten: 304
Verlag: Goldfinch
Veröffentlichung: März 2014
Einband: Paperback
ISBN: 978-3-940258-33-5
Preis: 12,95 €
Leseprobe: *klick*

Inhalt:
In der City of London, dem Herzen der internationalen Finanzwelt, wird die Leiche des dubiosen Finanzberaters Bradshaw gefunden. Die flippige Künstlerin Luna hat den Mann seit einiger Zeit verfolgt, weil das Geld, das sie ihm anvertraut hat, verschwunden ist. Scotland Yard vermutet schnell, dass eine Stalkerin den Banker erschossen hat - und kommt auf die Spur von Luna. Doch diese schwört ihrer Freundin Kate, dass sie unschuldig ist. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem wahren Mörder und stechen unversehens in ein Wespennest aus Korruption und Geldwäsche, Eitelkeiten und Gier.

Zitate:
"Was war in den letzten Stunden nur passiert? Noch gestern war ihr Leben in Ordnung gewesen. Nicht schön, aber sicher." (S.59) 

"Wer ist heutzutage denn kein Betrüger? Jeder beschummelt das Finanzamt, jeder schweigt, wenn er zu viel Wechselgeld  an der Kasse bekommen hat, jeder versucht, erst einmal sein eigenes Portemonnaie zu füllen, bevor er an den Nachbarn denkt. Ein Betrüger ist heutzutage nur derjenige, der erwischt wird. Alle anderen sind ehrbare Leute. " (S.105)

Meine Meinung:
Ich mag das Cover echt gerne. Ich steh ja eh total auf London und ich denke mal, dass ich es auch mögen würde, wenn ich nicht so der riesen Fan von England wäre. Es ist sehr passend zur Geschichte, das sie auch komplett in London spielt.

Die Idee fand ich ganz schön interessant. Vor allem das Ermittler Duo ist einfach nur außergewöhnlich. Was mir am besten gefallen hat, ist, dass die Geschichte in London spielt und ich mich in meine Lieblingsstadt zurückversetzen konnte. 
Bei der Umsetzung bin ich in einem Zwiespalt. Zum einen fand ich sie ja wirklich gut, aber auf der anderen Seite fand ich es einfach zu unspektakulär. Klar. Eine Krankenschwester und eine Künstlerin sind keine Polizisten und in Krimis ist es eh mehr so, dass ein Mord etc aufgeklärt wird. Aber mich konnte das ganze hier in dem Buch einfach nicht überzeugen. Mich hat es den Großteil eher gelangweilt. Nachdem es schon ein paar positive Reaktionen gab, habe ich mehr erwartet. Ich fand es war zu einem sehr großem Anteil eher eine Rundreise durch die Finanzwelt Londons und eine Sightseeing Tour durch diese Welt. 
Auf den letzten Seiten wurde es dann aber doch noch spannender und es gab einen ziemlichen Twist, mit ich nicht gerechnet hätte. Ich hatte selber schon ein paar Theorien, aber nichts ging in diese Richtung. Der Schluss hat mir eigentlich am besten gefallen, weil es einfach diesen Twist gab und es nochmal wirklich spannend wurde.
Der Schreibstil war sehr angenehm und leicht zu lesen. Es war im Buch aber auch nicht ganz so viel zum Thema Wirtschaft, weswegen er noch wesentlich einfacher war. Wenn man schon mal in London war, konnte man sich eigentlich alles gut vor Augen vorstellen, weil es so ausführlich war.
Die Charaktere fand ich ganz in Ordnung. Luna war mir aber viel zu naiv. Ein bisschen Naivität finde ich ja wirklich ok, aber bei ihr war es mir einfach zu viel. Kate fand ich ganz sympathisch. Sie stürzte sich nicht sofort in alles rein und sie hatte manchmal ihre Zweifel an dem, was sie tun. Kate war für mich der weitaus realistischere Charakter.
Fazit:
Das Buch eignet sich ganz gut für Zwischen durch. Allerdings haut es mich wirklich nicht vom Hocker und für mich entspricht es eher dem Durchschnitt. 

Einen Großen Dank an den Goldfinch Verlag und an BloggDeinBuch. Hier könnt ihr das Buch bestellen *klick*
Über die Autorin:
Anja Marschall lebt und schreibt in Schleswig-Holstein, wo sie seit mehreren Jahren als Publizistin arbeitet. Im Dyras Verlag sind die Romane "Fortunas Schatten" und "Das Erbe von Tanston Hall" erschienen.

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