Dienstag, 29. Juli 2014

[Rezension] Marie Lucas - Zwischen Ewig und Jetzt

Autor: Marie Lucas
Titel: Zwischen Ewig und Jetzt
Reihe:
Seiten: 464
Verlag: FJB
Veröffentlichung: 1. März 2013
Einband: Hardcover
ISBN: 978-3-8414-2214-9
Preis: 16,99 €

Inhalt:
Die sechzehnjährige Julia will ihr altes Leben am liebsten vergessen. Deshalb spielt sie an der neuen Schule die wohlhabende, unbeschwerte Neue und sucht nach Freunden, die möglichst keine Fragen stellen. Da kommt ihr der gutaussehende, beliebte Felix gerade recht. Schon bald ist sie seine Freundin und damit Teil der angesagtesten Clique der Schule.
Aber sie kann nicht aufhören, an Nikolaos zu denken, den sie gleich am ersten Tag kennengelernt hat. Von Anfang an strahlt er etwas Dunkles, Geheimnisvolles aus. Ihre neuen Freunde meiden ihn, weichen Julias Fragen nach ihm aus. Eines Tages spricht Niki Julia an. Er hat eine Nachricht für sie, von ihrem Großvater. Aber Julias Großvater ist tot...

Zitate:
"Geister können nichts anfassen, nichts bewegen. Und außerdem sind es ja auch keine Geister. Es sind tote Menschen. Verstorbene, wenn du so willst" (S.103)

"Wenn eine Clique bedeutet, dass sich eine Gruppe von Leuten zusammentut, die alles miteinander teilen, dann sind wir eine lausige Clique." (S.159)

"Niki ist ansteckend: Das habe ich schon immer gewusst." (S.315)

Meine Meinung:
Nachdem ich "Was wir auch tun" von Marie Lucas gelesen habe und es mich wirklich begeistert hat, musste ich einfach "Zwischen Ewig und Jetzt" lesen. Ich musste nicht lange überlegen und hab es mir in der Bücherhalle ausgeliehen. 
Der Klappentext hat mich nie angesprochen und das jemand mit den Toten reden kann fand ich auch wirklich suspekt. 
Das Buch ist wieder in 3 Teile eingeteilt und der erste Teil hat mich nicht überzeugen können. Ich konnte mich innerhalb des ersten Teils nicht wirklich in die Geschichte einfügen irgendwie konnte mich das Buch nicht ganz so packen, wie es "Was wir auch tun" getan hat. Sobald ich aber den ersten Teil überwunden habe, hat mich das Buch dann doch endlich gepackt und ich wusste, dass sich das weiterlesen gelohnt hat. Am Anfang strotze es ja nur so von Klischee, aber von den Klischees hat sich die Geschichte dann doch wieder abgehoben. Ich wollte wirklich gerne wissen, wie es mit Julia, Felix und Niki weitergeht und in welche Richtung das Buch noch gehen wird. Auch wenn keine große Spannung herrschte, kann das Buch einen mitreißen. 
Was ich auch gut fand ist, dass der der Teil mit den Verstorbenen einen großen Teil des Buches eingenommen hat, aber dennoch nicht zu viel und somit noch für den Kern der Geschichte offen war. Auch das Cover ist wirklich perfekt für das Buch. Es repräsentiert wirklich sehr gut die Geschichte mit dem Pärchen auf der Erde und dem Skelett unter der Erde. Wenn man den Klappentext liest, versteht man das Cover auf Anhieb.
Der Schreibstil von Marie Lucas war wieder sehr einfach zu lesen und zu verstehen. Es ist wirklich sehr jugendlich von der Sprache her. Diese jugendliche Sprache kann schon mal zu Problemen mit dem Lesefluss führen oder man ist selber vom Stil genervt, aber das ist bei Marie Lucas nicht der Fall.

Fazit:
"Zwischen Ewig und Jetzt" packt einen vielleicht nicht von Anfang an, aber man muss einfach dranbleiben, damit es einen packt. Die Geschichte ging ohne Längen gut voran und es war etwas für mich neues. Da es sich so leicht lesen lässt, ist es ein gutes Buch für Zwischendurch.  


Über die Autorin:
Marie Lucas liebt Geheimnisse, Schlittschuhlaufen und ihren Hund. Sie lebt in Berlin und Hannover, schreibt ihre Bücher aber am liebsten in einer kleinen Hütte irgendwo in den Bergen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen