Dienstag, 10. März 2015

[Rezension] Tracey Garvis Graves - On the Island. Liebe, die nicht sein darf

Autor: Tracey Garvis Graves
Titel: On the Island. Liebe, die nicht sein darf
Originaltitel: On the Island
Reihe:
Seiten: 384
Verlag: Goldmann
Veröffentlichung: 16. Februar 2015
Gelesen als: Paperback
ISBN: 978-3-442-48175-0
Preis: 8,99 €
Leseprobe: *hier*

Inhalt:
Die junge Lehrerin Anna soll den sechzehnjährigen T.J. den Sommer über unterrichten - im Ferienhaus der Familie auf den Malediven. Anna sagt sofort zu: Die Chicagoer Winter sind lang, ihre Beziehung kriselt, da kommt dieser Traumjob wie gerufen. Als die beiden in der Propellermaschine Richtung Ferienhaus sitzen, kommt es zur Katastrophe: Das Flugzeug stürzt ab - mitten über dem indischen Ozean. Völlig erschöpft erreichen Anna und T.J. den rettenden Strand einer einsamen Insel. Ein Überlebenskampf beginnt. Und während die Hoffnung mit jedem Tag schwindet, wachsen die Gefühle füreinander. Aber hat diese große Liebe gegen jede Regel überhaupt eine Chance?

Zitate:
"Ich kann nicht raus aufs Meer. Nicht nachdem ich Mick gesehen habe. Hier an Land fühle ich mich sicherer." (S.69)

"Trotz Hai, Quallen und anderen Gefahren, von denen wir vermutlich nichts ahnten, gehörte die Lagune uns, und ich verstand, warum T.J. sie verteidigen wollte." (S.172)

Meine Meinung:
Schon bevor ich das Buch begonnen habe, hat es mich ein wenig an die TV-Serie Lost erinnert, in der es auch um einen Flugzeugabsturz geht und wo die Überlebenden auf einer einsamen Insel überleben müssen.  Gerade deshalb hat mich das Buch auch angesprochen, weil ich sehr interessiert war, wie das Thema in einem Buch umgesetzt wird. Ein wenig besonders war auch der Altersunterschied zwischen den Protagonisten, der heutzutage auch keine Seltenheit mehr ist. 
Das Buch konnte mich von Anfang an von sich einnehmen, sodass ich es in wenigen Stunden beendet habe. Beigetragen hat dazu natürlich auch der Schreibstil, der wirklich sehr einfach war und man konnte der Handlung immer gut folgen. Allerdings gab es manchmal von einem auf den nächsten Moment einen Szenenwechsel, der einen dann doch ein wenig aus der Geschichte raus geworfen hat und man musste sich neu orientieren. 
Der Handlungsstrang zieht sich über ein paar Jahre hinweg, was ich als ganz gut empfand, denn das Leben auf einer einsamen Insel ist nun einmal sehr eintönig und es wäre sehr langweilig geworden, wenn man für jeden Tag denselben Ablauf gelesen hätte. Sehr unrealistisch fand ich aber, dass Anna in ihrem Koffer ausgerechnet so viel Shampoo, Spülung, Rasierklingen etc. dabei hatte, dass der Vorrat für mehr als nur ein paar Monate ausgereicht hat. Mir persönlich wäre es ziemlich egal gewesen, wie ich auf so einer Insel aussehen würde, aber besonders Anna legt da ja ziemlich wert drauf. Die Autorin hat sich zum Glück nicht nur auf das Leben auf der Insel beschränkt, sondern viel eher die Gefühle und die Persönlichkeit von Anna und T.J. in der Vordergrund gestellt. 
Anna und T.J. haben mir als Charaktere sehr gut gefallen. T.J. ist mit seinen 16 Jahren am Anfang des Buches sehr reif und wenn man das Buch anfängt kann man sehr gut sehen, warum er so reif ist. Anna hat mir persönlich zwar viel zu viel geweint aber bei ihr hat man wirklich gesehen, dass sie die Ältere von beiden ist und war auch um das Wohl von T.J. besorgt. Selbst das er keinen Abschluss hat, hat sie nie vergessen und hat immer versucht nach seinem besten zu handeln. 
Die 13 Jahre Altersunterschied kamen auch des öfteren zur Sprache, allerdings waren diese kein solches Problem wie ich gedacht habe. Vor allem in einem so konservativem Land wie der USA hätte ich mir ein wenig mehr Drama gewünscht. Die Beziehung, die sich auf der Insel entwickelt hat, muss sich aber dennoch, zurück in den USA, einigen Schwierigkeiten stellen. Ganz ohne Probleme bleibt die Beziehung nicht.

Fazit:
Tracey Garvis Graves hat ein tolles Buch geschaffen, bei dem es nicht nur um eine Romanze geht, sondern auch ums Überleben. Das hat das ganze Buch gleich viel fesselnder gemacht. Manche Stellen waren allerdings ein wenig überzogen und die konnte ich wirklich nur belächeln. 
Wer einen schönen Sommertag mit einem Buch verbringen will oder an kalten Tagen ins Warme fliehen will, hat mit dem Buch das richtige Los gezogen.



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