Sonntag, 27. Dezember 2015

[Rezension] Marissa Meyer - Cinder

Autor: Marissa Meyer
Titel: Cinder
Deutscher Titel: Wie Monde so silbern
Reihe: Band 1 von 4
Seiten: 387
Verlag: Puffin
Veröffentlichung: 05. Januar 2012
Gelesen als: Paperback
ISBN: 978-0-141-34013-5
Preis: ca. 9€

Inhalt:
Cinder, a gifted mechanic in New Bejing, is also a cyborg. She's reviled by her stepmother and blamed for her stepsister's sudden illness. But when her life becomes entwindes with the handsome Prince Kai's she finds herself at the centre of a violent struggle between the desires of an evil queen - and a dangerous temptetion.
Cinder is caught between duty and freedom, loyality and betrayal. Now she must uncover secrets about her mysterious past in order to protect Earth's future.

Zitate:
"Cinder hated it. Hated Adri. Hated the mad voice behind the mirror. Hated the nameless people who had turned her into this." (S.81)

"She was a cyborg, she was immune to the plague, she was his new favorite guinea pig." (S.123)

"He was the fantasy of every girl in the country. He was so far out of her realm, her world, that she should have stopped thinking about him the second the door had closed. Should stop thinking about him immediately. Should never think about him again, except maybe as a client - and her prince." (S.128)

Meine Meinung:
Bei Cinder handelt es sich um ein Buch, dass scheinbar schon jeder gelesen hat und vor kurzem kam auch gerade erst der letzte Teil der Reihe heraus, sodass wieder ein großer Hype entstanden ist. Ich wollte das Buch schon lange gelesen haben, aber erst durch die Veröffentlichung von Winter habe ich das Buch dann wirklich mal in die Hand genommen. Ehrlich gesagt ist es auch mein 2. Anlauf mit dem Buch, denn beim ersten Mal habe ich einfach nicht weitergelesen, weil ich es schlichtweg vergessen habe und nicht weil es mir nicht gefallen hat. Durch den ganzen Hype, der die Reihe umgibt, hatte ich sehr hohe Erwartungen und hatte richtig Angst, dass diese nicht erfüllt werden. 
Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen und er war sehr interessant gestaltet, besonders da man direkt damit konfrontiert wird, dass Cinder ein Cyborg ist und auf Kai muss man ja auch nicht lange warten. Man hat schnell die wichtigsten Charaktere kennengelernt, was mir sehr gut gefallen hat. Man hat durch diesen Einstieg auch sehr leicht in die Handlung hineingefunden und ich hatte zu keinem Zeitpunkt Orientierungsprobleme. Ich war von Anfang an daran interessiert zu sehen, wie die Handlung sich weiterentwickelt, besonders nachdem Cinder's Stiefschwester Peony erkrankt ist und es keine Sicht auf Heilung gibt. 
Der Verlauf der Handlung ging in einem sehr angenehmen Tempo voran und man hatte Zeit, sich auf alles genau einzulassen. Besonders gefallen haben mir auch die Einblicke in das Leben von Kai und den Problemen, denen er sich widmen muss. Das hat alles gleich noch viel fesselnder gemacht. Aber auch die Beziehung zwischen Cinder und ihrer Steifschwester Peony hat mich richtig überraschen können, weil die beiden sich verstanden haben und wirklich wie Schwestern waren. Es war daher richtig toll, dass Marissa Meyer nicht ganz stur einfach nur die Geschichte von Cinderella nacherzählt hat, sondern auch die Beziehung zwischen den Charakteren selber verändert hat. Das hat das Retelling gleich noch viel besser gemacht, weil es dadurch viel mehr ihre eigene Geschichte wurde, als nur mit den hinzugefügten Fantasyelementen oder mit dem Cyborg Dasein von Cinder.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, besonders da sie sehr individuell gestaltet worden sind, auch wenn es sich um ein Retelling von Cinderella handelt. Ich fand Kai allerdings ein wenig flach und hätte mir bei ihm mehr Tiefe gewünscht. Er erschien mir echt so, als würde er die ganzen Klischees abdecken und ich hoffe, dass sich das noch ändern wird. 
Auch wenn mir das Buch richtig gut gefallen hat, konnte es mich nie richtig packen und erst auf den letzten Seiten habe ich angefangen, mit den Charakteren zu fühlen. Und der Twist zum Schluss, der hätte mich sicherlich geflasht, wenn ich mich nicht mal wieder aus versehen gespoilert hätte. Dennoch war der Twist richtig gut und konnte mich absolut überzeugen. 
Die anbandelnde Romanze in dem Buch konnte mich, aufgrund von Kai, leider nicht überzeugen. Mit Cinder hat Marissa Meyer einen tollen und neuen Charakter geschaffen, aber Kai war in meinen Augen leider noch der typische Märchenprinz, was ich nicht sehr passend fand. Der Schreibstil der Autorin war, wie ich es schon irgendwie erwartet habe, sehr angenehm und leicht zu lesen und das Buch selber lässt sich auch extrem flüssig lesen und die Kapitel fliegen nur so dahin.

Fazit:
Es lohnt sich wirklich Cinder zu lesen und ich bereue es, dass ich so lange gebraucht habe, es in die Hand zu nehmen. Ich kann das Buch, jedem empfehlen, der es noch nicht gelesen hat und Retellings mag, die sehr individuell sin. 
Auch wenn ich Cinder nicht so liebe wie fast jeder andere, brauche ich Scarlet dennoch sofort! Besonders da es noch besser sein soll. 



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