Montag, 30. März 2015

[Rezension] Julia Kagawa - Unsterblich 01: Tor der Dämmerung

Autor: Julia Kagawa
Titel: Unsterblich -  Tor der Dämmerung
Originaltitel: The Immortal Rules - Blood of Eden 1
Reihe: Band 1 von 3
Seiten: 608
Verlag: Heyne fliegt
Veröffentlichung: 10. Juni 2013
Gelesen als: Hardcover
ISBN: 978-3-453-26857-9
Preis: 16,99 €

Inhalt:
Die siebzehnjährige Allison lebt in einer Stadt, die von den Vampiren, den dunklen Fürsten der Nacht, beherrscht wird. Die Menschen, die ihnen einen regelmäßigen Blutzoll schulden, sind ihre Sklaven. Doch Allision will den Vampiren nicht dienen und lebt zusammen mit anderen Jugendlichen wie eine Gesetzlose in den Ruinen einer ehemaligen Schule. Ihre Freiheit ist nicht nur gefährlich, sondern bringt sie auch um die kargen Lebensmittelrationen, die die Vampire den Menschen zuteilen. Nahrung ist in der ausgehungerten Stadt schwer zu finden und so dehnen sich Allisons Streifzüge immer weiter aus. Bis vor die Mauern der Stadt und in das unterirdische Kanalisationssystem hinein. Allison achtet immer darauf, sich einen letzten Fluchtweg offenzuhalten. Doch eines Tages macht sie einen Fehler. Und muss die Wahl treffen, zu sterben oder ein Leben führen, das sie immer gefürchtet hat...

Zitate:
"Wir bettelten. Wir stahlen. Wir rissen uns alles, was wir an Essbarem finden konnten, unter den Nagel - wir taten alles, um zu überleben." (S.11)

"Ich war niemandes Eigentum. Wenn die verdammten Blutsauger mich haben wollen, mussten sie mich erstmal erwischen. Und ich würde es ihnen bestimmt nicht leicht machen." (S.33)

"In dieser Welt muss man stark sein, sonst war man bald tot. Man tat, was getan werden musste, um zu überleben." (S.75)

Meine Meinung:
Lange Zeit hatte ich das Buch im Blick und dank des Heyne Verlags über das Bloggerportal war es mir nun möglich das Buch zu lesen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank. Ich war erst überrascht, was es doch für ein Schinken ist, obwohl ich wusste, dass es 608 Seiten hat. Erst als ich es wirklich vor mir hatte, hab ich realisiert, wie dick es ist. Dadurch habe ich aber auch einiges an Action erwartet.  Ich kann von Anfang vorwegnehmen, dass mich das Buch erst zum Ende so richtig begeistern konnte. Aber nun mal von Anfang an.
Als ich das Buch begonnen hatte, wusste ich kaum um was es geht. Ich hatte mir mal den Klappentext durchgelesen, aber das einzige woran ich mich erinnern konnte war, dass es um eine Welt mit Vampiren geht. Ich persönlich liebe Vampir-Bücher. Sie sind einfach total mein Ding und ich fand es toll, dass die Vampire nicht als irgendwelche Kuscheltiere dargestellt worden sind, sondern als Monster. Noch bevor Allison vor der Entscheidung ihres Lebens steht, begleite wir sie erst einmal, wie sie auf der Suche nach Essbarem ist und welchen Problemen sie und weitere "Unregistrierte" gegenüber stehen.  
Wirklich positiv ist mir aufgefallen, dass die Menschen vor den Vampiren Angst haben und sie wirklich hassen. Das passte einfach perfekt in das Setting, welches wirklich typisch für eine Dystopie war, aber die Vampire haben einfach etwas mehr Kick in die Geschichte gegeben. Der Aspekt, dass Allison selber Probleme damit hatte, sich damit abzufinden, nur noch Menschenblut trinken zu können oder auch nur noch bei Nacht raus gehen zu können, sehr realistisch. Als Charakter fand ich sie eh von Anfang an toll. Sie kam mir wirklich super authentisch rüber. Im Allgemeinen hat sich das Buch sehr stark auf Allison als Charakter konzentriert. Wie sie mit allem umgeht und wie sie ihre Entscheidungen trifft. Sie ist kein Charakter, der nur die richtigen Entscheidungen trifft, sondern auch mal die falsche und muss sich dann mit den Konsequenzen auseinander setzen. Ein besonders großer Konflikt war, dass sie nicht so sein will wie die anderen. Sie will kein Monster sein, sondern ihr menschlichen Ich so weit es geht bewahren. Dieser Konflikt hat sich wirklich das ganze Buch über durchgezogen und war nicht nur auf 10 Seiten zu spüren. Ihre Bemühungen, dies durchzuhalten sind wirklich spürbar und es glaube ich jedem klar, dass selbst sie das nicht komplett schaffen kann.
Mir ist ein wenig negativ aufgefallen, dass das Buch, besonders im Mittelteil, einige Längen hat. Meinen Lesefluss hat das zwar nicht gestört, aber mir persönlich fehlte einfach ein wenig Action. Besonders bei der Länge. Der Anfangsteil und besonders der Schluss waren aber wirklich sehr interessant und man hat einiges gelesen, mit dem man so vielleicht nicht gerechnet hat.

Fazit:
Ich habe nicht gedacht, dass mir das Buch so gut gefallen wird, aber es hatte nur ein paar Längen und ansonsten fand ich das Buch top. Ich will den zweiten Teil wirklich so schnell wie möglich lesen und einfach nur erfahren, wie es mit Allison weitergeht.



Sonntag, 22. März 2015

[Rezension] Sarah J. Maas - Heir of Fire

Autor: Sarah J. Maas
Titel: Heir of Fire
Reihe: Band 3 von 6
Seiten: 576
Verlag: Bloomsbury
Veröffentlichung: 2. September 2014
Gelesen als: Hardcover
ISBN: 978-1-61963-065-9
Preis: 13,10 €

Inhalt:
Celaena Sardothien has survived deadly contents and shattering heartbreak - but at an unspeakable cost. Now she must travel to a new land to confront her darkest truth... a truth about her heritage that could change her life - and her future - forever. Meanwhile, brutal and monstrous forces are gathering on the horizon, intent on enslaving her world. To defeat them, Celaena must find the strength not only to fight her inner demons but to battle the evil that is about to be unleashed. The king's assassin takes on an even greater destiny and burns brighter than ever before in this follow-up to the New York Times bestselling Crown of Midnight.

Zitate:
"She had debated asking him what the words mean, but that would involve talking. And talking meant building some sort of ... relationship. She'd had enough of friends. Enough of them dying, too." (S.49)

"The key was not to panic - panic made you stupid. Panic got you killed." (S.410)

Meine Meinung:
Nachdem ich Crown of Midnight im Januar beendet habe, wollte ich Heir of Fire am liebsten direkt anfangen, aber irgendwas hat mich davon abgehalten. Ich weiß nicht, ob es meine armen Gefühle waren oder ein anderes Buch. Es könnte aber auch damit zusammenhängen, dass die drei Protagonisten nicht mehr zusammen sind, sondern getrennte Wege gehen und das wollte ich in meinem Kopf verhindern und habe somit das Buch vor mir hergeschoben. 
Dadurch, dass Celaena, Chaol und Dorian nun getrennte Wege gehen, gibt es ausgebaute Perspektiven und verschiedene Handlungsstränge. Noch dazu gibt es ein paar neue Perspektiven, die vorher nicht vorhanden waren und das hat das Feld der Geschichte in dieser Reihe gleich noch viel breiter gemacht. Ich muss aber sagen, dass ich mich mit den Kapitel der Hexen nie so richtig anfreunden konnte. Sie waren spannend, ohne Frage, aber sie haben mich einfach nicht erreicht, auch wenn es eigentlich wirklich interessant war und ich will wirklich wissen, wie die Hexen noch weiter in die Geschichte eingebunden werden. Ich hab immer geschaut wann das nächste Kapitel kommt in dem eine andere Perspektive im Vordergrund stand. Auch wenn ich diese Perspektive nicht so mochte, hat dem Buch keine Spannung gefehlt und hätte die Schule nicht wieder angefangen und würde ich keine Serien schauen hätte ich nichts anderes gemacht, als dieses Buch zu lesen. So hat das lesen leider ein wenig länger gedauert. 
Heir of Fire hat den Fokus viel mehr auf die Magie gelegt. Das gesamte Buch war voll damit. Celaena versucht zu lernen, mit ihrer Magie umzugehen und mehr über ihr Erbe in Erfahrung zu bringen und Dorian versucht mit allen Mitteln seine Magie unter Kontrolle zu bekommen. In Dorian und Celaenas Leben kommen neue Charaktere, die mir während des Buches wirklich ans Herz gewachsen sind. *SPOILER* Leider werden wir mit einer der neuen Charaktere nichts mehr erleben, was mir das Herz ziemlich gebrochen hat *SPOILER*
Das Buch war voller Überraschungsmomente. Man hat in Ruhe gelesen und schon passiert etwas, dass einen aus den Socken haut. Dabei ist jetzt nicht unbedingt ein unvorhergesehener Verrat gemeint, oder so was in der Art, sondern schon die kleinste Offenbarung oder Erkenntnis der Charaktere. Daran merkt man wieder, dass es den Büchern nicht an Tiefe fehlt.

Fazit:
Crown of Midnight ist zwar immer noch mein absoluter Favorit dieser Reihe, aber Heir of Fire kommt da auch schon sehr nah dran. Ich kann es kaum erwarten Queen of Shadows im September in den Händen zu halten und zu lesen.




Freitag, 13. März 2015

[Rezension] Tahereh Mafi - Ich brenne für dich

Autor: Tahereh Mafi
Titel: Ich brenne für dich
Originaltitel: Ignite Me
Reihe: Band 3 von 3
Seiten: 384
Verlag: Goldmann
Veröffentlichung: 29. September 2014
Gelesen als: Hardcover
ISBN: 978-3-442-31305-1
Preis: 16,99 €
Leseprobe: *hier*

Inhalt:
Die Schlacht gegen das Reestablishment ist verloren., der Zufluchtsort der Rebellen zerstört. Juliettes Freunde sind in alle Winde zerstreut. Über das Schicksal ihrer großen Liebe Adam ist sie Ungewissen - ebenso wie über ihre Gefühle für ihn. Die einzige Gewissheit, die ihr noch bleibt, ist, dass sie das grausame Regime unbedingt besiegen muss. Doch dazu muss sie sich Warner anvertrauen, dem einen Menschen, den sie auf ewig zu hassen schwor. Und der ihr das Leben rettete. Jetzt verspricht er, an ihrer Seite zu kämpfen. Doch kann sie ihm vertrauen? Und was will er wirklich von ihr? 

Zitate:
"Ich fühle mich wie ein anderer Mensch. Agiler und klarer und auf jeden Fall härter. Und zum ersten Mal in meinem Leben kann ich mir eingestehen, dass ich wütend bin." (S.41)

"Ich war angekettet, eine Gefangene meines eigenen Geistes. Doch nun endlich, endlich, ist es mir gelungen, mich zu befreien." (S.102)

Meine Meinung:
Auf das Ende der Reihe war ich wirklich mehr als gespannt. Besonders, da die Meinungen sehr gespalten sind. Die einen sind wirklich begeistert von dem Buch und die anderen sind einfach nur enttäuscht. Endlich konnte ich mir eine eigene Meinung bilden. Ich finde, dass das Buch ein guter Abschluss für diese Reihe war. 
Besonders gut konnte ich mich an den zweiten Teil nicht mehr erinnern. Es waren eher Umrisse der Handlung in meinem Gedächtnis, aber das stellte sich als kein Problem dar, weil die wichtigsten Dinge kurz wiederholt worden sind, sodass nach und nach alles in meinem Kopf wieder Farbe annahm. Dadurch habe ich dann gleich noch schneller wieder in das ganze Setting gefunden. In der ganzen Zeit, in der ich die Reihe gelesen habe, kam mir immer zu Ohren, wie sehr die Leute Warner lieben und mir war nie klar warum. Ich meine... Warner war in den ersten beiden Büchern das totale Arsch. Aber eines kann ich sagen. Ich bin ab sofort in Team Warner, kidding, ich kann diese ganze Team Sache nicht leiden, aber ich bin absolut verliebt in Warner. 
Auch Juliette hat einen richtig großen Wandel durchgemacht. Endlich heult sie nicht mehr die ganze Zeit rum, sondern nimmt auch mal selber was in die Hand. Sie hat einen richtigen Biss entwickelt und lässt sich nichts mehr gefallen. Selbst den Leuten, an denen ihr etwas liegt, sagt sie ihre Meinung. Ich muss echt sagen, dass sie eine enorme Entwicklung gemacht hat, die ich nur positiv anmerken kann, denn vorher war sie mir einfach nur unsympathisch. Zu den anderen Charakteren will ich wirklich nicht groß was sagen, aber besonders eine Person hat sich zum negativen entwickelt. 
Was mich wirklich gestört hat, war, dass 90% des Buches um die Gefühle von Juliette Warner und Adam gegenüber behandelte und nicht den Kampf gegen das Reestablishment. Das kam zwar immer mal wieder zur Sprache, aber es stand nie wirklich im Mittelpunkt. Und als es dann wirklich losging, waren gerade mal um die 8 Kapitel über um den ach so großen Kampf zu schildern. Und selbst dieser Kampf war wirklich sehr unspektakulär. Ich hätte auch mit mehr Widerstand der Soldaten oder Zivilisten gerechnet, aber da kam einfach nichts. Mir ging es einfach am Schluss viel zu schnell um und viel zu reibungslos. 

Fazit:
"Ich brenne für dich" ist ein wirklich gelungener Abschluss, der mich fesseln konnte. Allerdings war es viel zu sehr auf Juliettes Gefühle fixiert und nicht auf den Kampf gegen das Reestablishment. Ein wenig sehr offensichtlich wurde das Buch dadurch auch.



Dienstag, 10. März 2015

[Rezension] Tracey Garvis Graves - On the Island. Liebe, die nicht sein darf

Autor: Tracey Garvis Graves
Titel: On the Island. Liebe, die nicht sein darf
Originaltitel: On the Island
Reihe:
Seiten: 384
Verlag: Goldmann
Veröffentlichung: 16. Februar 2015
Gelesen als: Paperback
ISBN: 978-3-442-48175-0
Preis: 8,99 €
Leseprobe: *hier*

Inhalt:
Die junge Lehrerin Anna soll den sechzehnjährigen T.J. den Sommer über unterrichten - im Ferienhaus der Familie auf den Malediven. Anna sagt sofort zu: Die Chicagoer Winter sind lang, ihre Beziehung kriselt, da kommt dieser Traumjob wie gerufen. Als die beiden in der Propellermaschine Richtung Ferienhaus sitzen, kommt es zur Katastrophe: Das Flugzeug stürzt ab - mitten über dem indischen Ozean. Völlig erschöpft erreichen Anna und T.J. den rettenden Strand einer einsamen Insel. Ein Überlebenskampf beginnt. Und während die Hoffnung mit jedem Tag schwindet, wachsen die Gefühle füreinander. Aber hat diese große Liebe gegen jede Regel überhaupt eine Chance?

Zitate:
"Ich kann nicht raus aufs Meer. Nicht nachdem ich Mick gesehen habe. Hier an Land fühle ich mich sicherer." (S.69)

"Trotz Hai, Quallen und anderen Gefahren, von denen wir vermutlich nichts ahnten, gehörte die Lagune uns, und ich verstand, warum T.J. sie verteidigen wollte." (S.172)

Meine Meinung:
Schon bevor ich das Buch begonnen habe, hat es mich ein wenig an die TV-Serie Lost erinnert, in der es auch um einen Flugzeugabsturz geht und wo die Überlebenden auf einer einsamen Insel überleben müssen.  Gerade deshalb hat mich das Buch auch angesprochen, weil ich sehr interessiert war, wie das Thema in einem Buch umgesetzt wird. Ein wenig besonders war auch der Altersunterschied zwischen den Protagonisten, der heutzutage auch keine Seltenheit mehr ist. 
Das Buch konnte mich von Anfang an von sich einnehmen, sodass ich es in wenigen Stunden beendet habe. Beigetragen hat dazu natürlich auch der Schreibstil, der wirklich sehr einfach war und man konnte der Handlung immer gut folgen. Allerdings gab es manchmal von einem auf den nächsten Moment einen Szenenwechsel, der einen dann doch ein wenig aus der Geschichte raus geworfen hat und man musste sich neu orientieren. 
Der Handlungsstrang zieht sich über ein paar Jahre hinweg, was ich als ganz gut empfand, denn das Leben auf einer einsamen Insel ist nun einmal sehr eintönig und es wäre sehr langweilig geworden, wenn man für jeden Tag denselben Ablauf gelesen hätte. Sehr unrealistisch fand ich aber, dass Anna in ihrem Koffer ausgerechnet so viel Shampoo, Spülung, Rasierklingen etc. dabei hatte, dass der Vorrat für mehr als nur ein paar Monate ausgereicht hat. Mir persönlich wäre es ziemlich egal gewesen, wie ich auf so einer Insel aussehen würde, aber besonders Anna legt da ja ziemlich wert drauf. Die Autorin hat sich zum Glück nicht nur auf das Leben auf der Insel beschränkt, sondern viel eher die Gefühle und die Persönlichkeit von Anna und T.J. in der Vordergrund gestellt. 
Anna und T.J. haben mir als Charaktere sehr gut gefallen. T.J. ist mit seinen 16 Jahren am Anfang des Buches sehr reif und wenn man das Buch anfängt kann man sehr gut sehen, warum er so reif ist. Anna hat mir persönlich zwar viel zu viel geweint aber bei ihr hat man wirklich gesehen, dass sie die Ältere von beiden ist und war auch um das Wohl von T.J. besorgt. Selbst das er keinen Abschluss hat, hat sie nie vergessen und hat immer versucht nach seinem besten zu handeln. 
Die 13 Jahre Altersunterschied kamen auch des öfteren zur Sprache, allerdings waren diese kein solches Problem wie ich gedacht habe. Vor allem in einem so konservativem Land wie der USA hätte ich mir ein wenig mehr Drama gewünscht. Die Beziehung, die sich auf der Insel entwickelt hat, muss sich aber dennoch, zurück in den USA, einigen Schwierigkeiten stellen. Ganz ohne Probleme bleibt die Beziehung nicht.

Fazit:
Tracey Garvis Graves hat ein tolles Buch geschaffen, bei dem es nicht nur um eine Romanze geht, sondern auch ums Überleben. Das hat das ganze Buch gleich viel fesselnder gemacht. Manche Stellen waren allerdings ein wenig überzogen und die konnte ich wirklich nur belächeln. 
Wer einen schönen Sommertag mit einem Buch verbringen will oder an kalten Tagen ins Warme fliehen will, hat mit dem Buch das richtige Los gezogen.



Sonntag, 8. März 2015

[Rezension] Ava Dellaira - Love Letters to the Dead

Autor: Ava Dellaira
Titel: Love Letters to the Dead
Originaltitel: Love Letters to the Dead
Reihe:
Seiten: 416
Verlag: cbt
Veröffentlichung: 23. Februar 2015
Gelesen als: Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-570-16314-6
Preis: 17,99 €
Leseprobe: *hier*

Inhalt:
Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie einen Weg zurück ins Leben...

Zitate:
"Auch wenn man meint, alles richtig gemacht zu haben, kann man sich nie sicher sein, was am Ende rauskommt." (S.44)

"Jeder von uns ist auf seine ganz eigene Art verrückt, aber sobald ein paar Verrückte zusammen sind, ist es wieder normal,  verrückt zu sein." (S.61)

Meine Meinung:
Love Letters to the Dead wollte ich schon eine ganze Weile lang lesen. Im letzten Jahr gab es um das Buch einen regelrechten Hype. Egal wo ich im Internet unterwegs war, überall kam mir das Buch über den Weg gelaufen. Seit dem der Hype begonnen hat, wollte ich das Buch lesen, aber es kam immer ein anderes Buch dazwischen aber das hat sich jetzt glücklicherweise geändert. 
Was zu Anfang als erstes auffällt, ist der Stil in dem das Buch geschrieben ist. Es gibt keine wirklichen Kapitel, sondern nur Briefe an tote Berühmtheiten, in denen Laurel ihr Leben schildert und versucht einigen Dingen auf die Spur zu kommen. Mag es in ihrem eigenem Leben sein oder in dem der toten Berühmtheiten. Sie versucht Situationen zu verstehen und nachzuempfinden und ist dabei immer auf dem Weg sich selber zu finden. 
Wenn man "The Perks of being a Wallflower"/"Das ist also mein Leben" von Stephen Chbosky kennt, dann wird einem "Love Letters to the Dead" daran erinnern, denn beide Bücher sind recht ähnlich. Trotz der Ähnlichkeiten hat "Love Letters to the Dead" immer noch etwas besonderes, was sich von Stephen Chbosky Buch abhebt. 
Wenn man Briefe liest, liest man sie anders, als wenn man einen Prosatext liest. Bei Briefen hat man das Gefühl das einem direkt etwas erzählt wird, was ich bei Prosatexten anders empfinde. Bei denen ist man oft etwas weiter weg im Geschehen als bei Briefen. Genau diese Abwechslung fand ich mal wieder richtig schön. Das ganze Buch hatte, besonders zum Schluss hin, einige Weisheiten auf Lager, die jeder im Leben mal sicher gebrauchen kann oder ihnen selber auf die Schliche kommt.  
Ich habe es wirklich genossen Laurel auf ihrem Weg zu begleiten und ihre Entwicklung zu beobachten. Anfangs war sie wirklich unsicher und das hat sich auch nicht geändert, als sie sich mit neuen Leuten angefreundet hat, denn immer war ihre tote Schwester May im Weg, welche Laurel nacheifern wollte. Laurel befindet sich auf einem schwierigen Weg der Selbstfindung und ist an manchen Stellen einfach viel zu naiv und verrennt sich immer mehr in Problemen und Tücken des Lebens, aus denen sie irgendwie herauskommen muss. An manchen Stellen des Buches muss man wirklich Schlucken oder hat einen Kloß im Hals. Was mich ein wenig gestört hat, war, dass jeder auf seine Art perfekt wirkte. Es war ein wenig so als gäbe es keine Ecken und Kanten. Vieles kam leider auch recht konstruiert rüber und nicht wirklich echt. Diese Stellen hätten sicher einiges an Gefühlen bei mir ausgelöst, wenn sich nicht so stumpf und unrealistisch gewesen wären.

Fazit:
Ein wunderschönes Buch, dass ich nach den ersten Seiten wirklich ins Herz geschlossen habe. Allerdings sind die Ähnlichkeiten zu "The Perks of being a Wallflower" wirklich groß, dass ich ständig am vergleichen war. Dennoch, wer "The Perks..." geliebt oder gemocht hat, wird auch sicher "Love Letters to the Dead" mögen. Man selbst kann sich gut mit einigen Situationen identifizieren und sich selbst wiederfinden. 





Freitag, 6. März 2015

[Rezension] Sylvia Day - Crossfire 04: Hingabe

Autor: Sylvia Day
Titel: Crossfire -  Hingabe
Originaltitel: Captivated by You
Reihe: Band 4 von 5
Seiten: 480
Verlag: Heyne
Veröffentlichung: 8. Dezember 2014
Gelesen als: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-453-54578-6
Preis: 9,99 €
Leseprobe: *hier*

Inhalt:
Eva und Gideon haben sich das Ja-Wort gegeben. Sie waren überzeugt, dass nichts sie mehr trennen kann. Doch seit der Hochzeit sind ihre Unsicherheiten und Ängste größer denn je. Eva spürt, dass Gideon ihr entgleitet und dass ihre Liebe in einer Weise auf die Probe gestellt wird, wie sie es niemals für möglich gehalten hätte. Plötzlich stehen die Liebenden vor ihrer schwersten Entscheidung: Wollen sie die Sicherheit ihres früheren Lebens wirklich gegen eine Zukunft eintauschen, die ihnen immer mehr wie ein ferner Traum erscheint?

Zitate:
"Falls sie wirklich nur auf mein Geld aus wäre, würde ich ihr mit Freuden jeden Cent schenken. Und wenn sie einen anderen wollte, würde ich sie dazu bringen, ihn zu vergessen." (S.41)

"Gideon war in unserer Beziehung mein Fels in der Brandung, mein Anker. Ich dachte, ich könnte das Gleiche für ihn sein, könnte sein Hafen sein." (S.312)

Meine Meinung:
Nachdem ich Band 3 der Crossfire-Reihe beendet habe konnte ich es kaum erwarten den vierten Band in den Händen zu halten. Eine ganze Weile hat es dann doch gedauert, aber sobald ich das Buch in der Hand gehalten habe, konnte mich nichts mehr davon abbringen es zu beginnen und zu verschlingen. Ich hatte wirklich hohe Erwartungen an das Buch, da ich die anderen Teile jeweils in nicht mal einem Tag beendet habe. 
"Hingabe" konnte mich aber nicht ganz so einnehmen. Es hat insgesamt drei Tage gedauert um das Buch zu beenden und das ist deutlich länger. Da ich die anderen Bänder schon vor ein paar Monaten gelesen habe, wusste ich nicht mehr ganz genau was passiert ist, aber das stellte sich als kein großes Problem heraus, denn die Erinnerungen kamen mit dem Lesen Stück für Stück wieder. 
Was mich besonders überrascht hat, ist, dass das Buch plötzlich abwechselnd aus Gideons und Evas Sicht geschrieben ist. Ich musste damit erst einmal klar kommen, denn es gab keinerlei Anhaltspunkte aus wessen Sicht das Kapitel nun ist. Es stand nirgendswo ein Name unter der Kapitelzahl. Sobald ich mich aber daran gewöhnt hatte gefiel mir der Wechsel richtig gut, weil man nun einen Einblick in Gideons Kopf bekommen hat, der zuvor einem immer verschlossen geblieben ist. 
Leider habe ich in dem Band keinen wirklich roten Faden entdecken können, der sich durchgehend durch die Geschichte zieht. In den vorherigen Büchern ist immer etwas geschehen, was es zu Lösen galt, aber hier waren es immer wieder ein und die selben Dinge, die sich wiederholt haben, sie schon seit dem ersten Buch versucht werden zu lösen. An manchen Stellen musste ich wirklich mit den Augen rollen, weil sich Gideon und Eva in einem Teufelskreis bewegen. Ihre Vergangenheit und auch die Personen um sie herum machen alles auch nicht einfacher. Man kann wirklich sagen, dass das Buch ständig so lief: Streit, Sex, Streit, Sex, Streit, Sex und so weiter. Das kann auf Dauer ein wenig anstrengend werden. Aber so läuft es halt bei solchen Büchern. Dennoch kann es  man das Buch aufgrund des Schreibstils sehr schnell lesen, weil dieser sehr locker ist.
Die Charaktere sind sich auch weiterhin treu geblieben, weswegen auch viele Streitereien hervorgerufen werden, aber ich finde es wirklich realistisch, da ein Mensch sich nicht von heute auf morgen verändert und das ein stetiger Prozess ist. 

Fazit:
Alles in allem war dieser Band eine gute Unterhaltung und auch gut Fortgesetzt. Allerdings mangelt es ein wenig an der Fortsetzung der Handlung, die wirklich oft wiederholt wird. Meine Erwartungen konnten leider nicht ganz erfüllt werden, aber dennoch freue ich mich auf den 5. Band, der leider auch der letzte sein wird. Ich bin wirklich gespannt wie es mit Gideon und Eva weitergeht.


Mittwoch, 4. März 2015

[Rezension] Virginia Bergin - The Rain

Autor: Virginia Bergin
Titel: The Rain
Reihe: Band 1 von 2
Seiten: 400
Veröffentlichung: 17. Juli 2014
Gelesen als: e-book
ISBN: 978-1-44726-608-2
Preis: 2,49 €

Inhalt:
It's in the rain...and just one drop will kill you.
They don't believe it at first. Crowded in Zach's kitchen, Ruby and the rest of the partygoers laugh at Zach's parents' frenzied push to get them all inside as it starts to drizzle. But then the radio comes on with the warning, "It's in the rain! It's fatal, it's contagious, and there's no cure."
Two weeks later, Ruby is alone. Anyone who's been touched by rain or washed their hands with tap water is dead. The only drinkable water is quickly running out. Ruby's only chance for survival is a treacherous hike across the country to find her father-if he's even still alive.

Zitate:
"Tonight, Darthbridge sounded like London. You could hear sirens, alarms, car horns. Also, sometimes, shouting. Sometimes shouting, sometimes screams." (Pos. 552)

"I never really thought of the rain as being beautiful. If it ever got clean again, I would go out and dance in it. I would love every single precious drop." (Pos. 936)

Meine Meinung:
Auch wenn ich jetzt 2 Nächte über das Buch geschlafen habe, weiß ich immer noch nicht recht, was ich von dem Buch halten soll. Das Buch habe ich mir wegen Benjaminoftomes auf YouTube geholt, weil er so begeistert war und das Buch hörte sich auch wirklich interessant an. Auf der Fahrt nach Berlin mit meiner Klassenstufe habe ich das Buch dann begonnen und mich hat das Buch schon zu Anfang nicht wirklich in den Bann gezogen. Meine Klassenkameraden konnten mich sehr leicht von dem Buch ablenken lassen. Ich geb allerdings nicht so leicht auf bei Büchern, vor allem nicht dann, wenn der Plot wirklich einzigartig ist. Tödlicher Regen ist mir nie vor die Augen gekommen. Es war mal was komplett anderes als das, was ich sonst so lese.
Man muss nicht lange warten und die Geschichte nimmt ihren Lauf an. Der Regen kommt und man kann wirklich sagen, dass das Chaos ausbricht. Ich hätte es besser gefunden, wenn die Lösung, warum der Regen tödlich ist, nicht so schnell gekommen wäre, sondern es ein wenig länger gedauert hätte. Nach ca. 30% des Buches wurde das Buch meiner Ansicht nach interessanter und ich wollte es nicht aus der Hand legen, aber so ganz überzeugen konnte mich es dann doch nicht.
Dadurch, dass das Buch wirklich so geschrieben ist, als würde Ruby die Geschichte aufschreiben und einem erzählen war man noch näher am Geschehen. Mir taten auch ein paar Geschehnisse so richtig leid. 
Ruby ist nicht die ganze Geschichte über alleine. Sie ist sogar den Großteil mit jemand anderem zusammen und sie versuchen gemeinsam dieser Situation stand zu halten. Ruby hat mir als Charakter überhaupt nicht gefallen. Sie war wirklich verkorkst, aber in keinem gutem Sinne. Man sollte meinen, dass sich ein Mensch in einer solchen Situation ein wenig anpasst und sie verhält sich weiter so, als wäre sie ganz cool und alles würde wieder wie vorher werden. Das hält sich leider den Großteil des Buches und erst zum Schluss erkennt sie das andere Menschen doch als Freunde angesehen werden, auch wenn sie anders sind als man selbst.
Das Buch hatte wirklich einen erstaunlichen Effekt auf mich. Ich erinnere mich noch, dass ich in einem meiner Träume Angst vor Regen hatte und mich ganz schnell von Wassertropfen entfernt habe.

Fazit:
Mich konnte das Buch nicht wirklich überzeugen, aber es war auch nicht schlecht, wenn man mal von der Protagonistin absieht. Mit einem einfachen Plot kann man eine wirklich außergewöhnliche Geschichte schreiben. Band 2 werde ich mir sicher auch irgendwann besorgen, denn laut der Bewertungen auf Goodreads soll "The Storm" ein wenig besser sein als "The Rain".



Montag, 2. März 2015

[Monatsrückblick] Februar 2015

Eigentlich hätte dieser Post gestern kommen sollen, aber ich war bei meinem Vater und wusste nicht genau, welche Bücher alle nun auf meinem SUB liegen und ich wusste, dass mein neuer Laptop bei meiner Mama liegt. Ich wollte diesen Post unbedingt auf meinem neuen schreiben :) Gestern Abend war ich dann doch etwas zu faul und hab den Post auf heute verschoben.
Im Februar lief es auf dem Blog nicht ganz so gut, weil ich eigentlich nur für die Schule gelesen habe, sodass im ganzen Februar nur 5 Posts zustande kamen. Ich verspreche aber, dass es im März besser laufen wird, weil ich aktuell 2 Wochen Ferien habe und somit mehr Zeit für alles habe, auch wenn ich an der doofen BLL arbeiten muss.
Gestern ist mir auch aufgefallen, dass mein SUB gar nicht richtig stimmt. Ich hab ganz vergessen meine E-Books einzutragen, die ich noch nicht gelesen habe und das habe ich gestern schnell nachgeholt, also ist mein SUB nochmal um einiges angestiegen. Aber genug geredet. Kommen wir zum Rückblick.

Statistik:
Gelesen: 7
Seitenanzahl (insgesamt): 2386
Seitenanzahl (Schnitt am Tag): 85,21
Durchschnittliche Bewertung: 4,14
Angefangen: The Rain
Neuzugänge: 13
SUB (am Ende des Monats): 80 (Vormonat: 74)

Gelesen:
1. C.S. Lewis - The Magician's Nephew
2. C.S. Lewis - The Lion, the Witch and the Wardrobe
3. C.S. Lewis - The Horse and his Boy
4. C.S. Lewis - Prince Caspian
5. C.S. Lewis - The Voyage of the Dawn Treader
6. Richelle Mead - The Ruby Circle
7. C.S. Lewis - The Silver Chair

Monatshighlight:


Enttäuschung des Monats:
Gab es nicht :)