Samstag, 25. Juni 2016

[Rezension] Paige Toon- Das verrückte Leben der Jessie Jefferson

Autor: Paige Toon
Titel: Das verrückte Leben der Jessie Jefferson
Original Titel: The Accidental Life of Jessie Jefferson
Reihe: Band 1 von 3
Seiten: 304
Verlag: Harper Collins
Veröffentlichung: 10. Juni 2016
Gelesen als: Paperback
ISBN: 978-3-95967-023-4
Preis: 14.99 €

Inhalt:
An Jessies 15. Geburtstag verunglückt ihre Mutter tödlich - ohne je verraten zu haben, wer ihr leiblicher Vater ist. Außer sich vor Trauer und Wut, entlockt Jessie ihrem Stiefvater das schockierende Geheimnis. Ihr Erzeuger ist der Mega-Rockstar Johnny Jefferson, der nichts von ihrer Existenz ahnt! Klar, dass Jessie ihren berühmten Dad unbedingt treffen will, doch der Besuch im sonnigen Kalifornien, wo Johnny mit seiner Familie lebt, verläuft zunächst holprig. Dank des heißen Nachwuchsmusikers Jack findet Jessie schließlich Gefallen an der Glitzerwelt von L.A. Aber kann sie in dieser Glamourwelt wirklich bestehen?

Zitate:
"Im Moment möchte ich nur eins: meinen leiblichen Vater kennenlernen. Mit welcher Konsequenz auch immer." (S.56)

"Seine tiefe Stimme erkenne ich sofort. Direkt vor mir bleibt er stehen und mustert mich aus seinen grünen Augen mit durchdringendem Blick. Ich bin hoffnungslos überfordert." (S.105)

Meine Meinung:
Das Buch habe ich auf BloggDeinBuch entdeckt und dank Harper Collins konnte ich es dann auch lesen. Das Buch ist mir aufgrund des Inhaltes ins Auge gesprungen, weil sich dieser ganz amüsant anhörte und mein Interesse sofort geweckt hat. Ich hatte allerdings keine sehr hohen Erwartungen, weil ich von dem Buch noch absolut gar nichts gehört habe und von der Autorin bisher nichts gelesen habe. Dementsprechend war ich noch gespannter darauf zu sehen, wie mir das Buch gefallen wird. 
Der Einstieg in die Handlung viel mir ganz leicht. Man wird zwar direkt in die Handlung hineingeworfen, aber man findet sich doch ganz schnell in der Handlung, dem Setting und mit den Charakteren zurecht. Ich hatte damit absolut keine Schwierigkeiten und auch im Laufe der Handlung tauchten dazu keine Schwierigkeiten auf. 
Den Verlauf der Handlung empfand ich ebenfalls als sehr stimmig und in einem guten Tempo. Ich hatte nie das Gefühl, dass etwas zu rasch oder gehetzt geschehen ist. Man könnte zwar meinen, dass die Beziehung, die von Jessie und Johnny aufgebaut wird, zu schnell geht, aber wenn man bedenkt, dass die beiden nur eine Woche Zeit miteinander haben, passt das auch schon wieder gut in die Handlung. Gefallen hat mir auch, dass wir, bevor Jessie und Johnny aufeinander treffen, die Beziehung zwischen Jessie und ihrem Stiefvater erleben konnten und womit die beiden sich herumschlagen müssen. 
Leider ist mir schnell aufgefallen, dass ich keine Verbindung zu den Charakteren aufgebaut habe. Sie waren für mich einfach nicht greifbar. Ich weiß nicht woran es lag, denn ich fand, dass die Charaktere genug an Tiefe besaßen. Jeder der Charaktere hatte eine Vergangenheit, die sie beeinflusst und es war jedesmal sehr passend. Ich hatte außerdem auch kein Problem damit, dass Jessie mit 15 Jahren schon trinkt und raucht, besonders wenn man bedenkt, dass das heutzutage fast alltäglich ist. An der ein oder anderen Stelle fand ich das aber ziemlich konstruiert und ich habe Jessie das Verhalten nicht wirklich abgekauft, auch wenn es ihre Art sein soll, mit ihrer Trauer und dem Frust umzugehen. Was mich außerdem etwas gestört hat war, dass Jessie sich wirklich innerhalb von 5 Minuten verliebt. Das war so der größte Punkt, der mich genervt hat. Toll fand ich in einigen Situationen Johnny und wie er mit seiner plötzlichen Vaterrolle für einen Teenager umgegangen ist. Man hat richtig gemerkt, wie er versucht, für Jessie da zu sein und in seine Vaterrolle für sie hineinzufinden, die sich natürlich zu der unterscheidet, die er bisher für seine zwei jungen Söhnen hatte. 
Besonders das Ende hat mir gefallen, weil man hier ganz gut sehen konnte, wie sich Jessie in dieser kurzen Zeit mit Johnny sich weiterentwickelt hat und auch, wie sie mit ihrem Stiefvater oder ihren Freunden bei sich zu Hause umgeht. Nach dem Ende bin ich auch wirklich gespannt, wie es weitergeht. 

Fazit:
Das verrückte Leben der Jessie Jefferson ist ein toller Auftakt, der neugierig auf mehr macht. Auch wenn ich keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte, bin ich dennoch gespannt, was Jessie in den nächsten Büchern noch so erlebt und wie sie mit ihrem neuen Leben zurechtkommt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen