Sonntag, 21. August 2016

[Rezension] Lucy Inglis - Worte für die Ewigkeit

Autor: Lucy Inglis
Titel: Worte für die Ewigkeit
Original Titel: Crow Mountain
Reihe:
Seiten: 400
Verlag: Carlsen
Veröffentlichung: 28. Juli 2016
Gelesen als: E-Book
ISBN: 978-3-646-92858-7
Preis: 9.99 €

Inhalt:
Sommer in Montana, darauf hat Hope so gar keine Lust. Aber gegen ihre resolute Mutter kann sich die 16-Jährige einfach nicht durchsetzen. Und hier, mitten im Nirgendwo, auf einer einsamen Pferderanch begegnet sie Cal, der ihr Leben für immer verändern wird.
Montana 1867, die 16-Jährige Emily ist auf dem Weg zu ihrem Ehemann, den sie nie zuvor gesehen hat. Doch die Kutsche, in der sie unterwegs ist, verunglückt und als einzige Überlebende wird sie von Nate gerettet - einem Halbindianer, der ihr zeigt, was Leben und Freiheit bedeutet.
Ein Ort in der Wildnis, unterschiedliche Jahrhunderte und zwei große Liebesgeschichten, die auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind. 

Zitate:
"Ich sog die Luft ein, mein Herz klopfte zum Zerspringen. Meine Finger flogen vom Fenstersims hoch und schwebten unsicher in der Luft. Bis zum heutigen Tag kann ich nicht sagen, wie lange ich so dastand."

"Es war ihr peinlich, dass sie ihn so unverhohlen angestarrt hatte, und sie konnte nur hoffen, dass er sie nicht ansprach. Obwohl sie sich nichts auf der Welt mehr wünschte, als dass er herüberkam."

Meine Meinung:
Dank NetGalley bin ich auf dieses wunderbare Buch gestoßen und es hat mich sofort angesprochen. Ich bin immer noch unendlich dankbar, dass ich dank NetGalley und dem Carlsen Verlag dieses Buch lesen konnte. Mich haben sofort das tolle Cover und auch der Klappentext angesprochen und lange habe ich auch nicht gewartet, bis ich das Buch begonnen habe.
Der Einstieg fiel mir wirklich sehr leicht. Wir lernen zuerst Hope und ihre Mutter kennen, bevor sie nach Montana fliegen und danach, im nächsten Kapitel, lernen wir Emily kennen. Ich habe schon direkt am Anfang gemerkt, dass es keine Probleme geben wird, die beiden Sichten auseinander zu halten, denn Hopes Sicht ist wie ein normaler Prosatext geschrieben, währenddessen Emily's Kapitel wie Tagebucheinträge geschrieben sind. Also selbst wenn man mitten im Kapitel das Buch hätte abbrechen müssen, hätte man ganz schnell wieder in die Handlung hineinfinden können und gewusst, aus wessen Sicht das Kapitel ist. 
Den Verlauf der Handlung habe ich als sehr angenehm empfunden. Zu Anfang hatte ich etwas Angst, dass es sich um eine Insta-Love handeln würde, da beide Mädels direkt hin und weg von ihren Loveinterests waren. Aber es wurde sich zum Glück nicht direkt in eine Beziehung gestürzt, sondern die Pärchen konnten sich erst einmal genauer kennen lernen und haben eine Menge turbulenter Dinge erlebt. Ich habe mich schon beim Lesen des Klappentextes gefragt, wie die beiden Liebesgeschichten wohl miteinander verknüpft sind und ich war gespannt diese Umsetzung zu sehen. Die Umsetzung hat mir wirklich gut gefallen und ich will nichts verraten, denn ich denke, dass das etwas ist, was ihr selber erfahren solltet. Es war aber wirklich sehr gut durchdacht und ich mochte die Verknüpfung zwischen den beiden Liebesgeschichten sehr gerne. Cool fand ich auch die ganzen Parallelen der beiden Liebesgeschichten. Die haben diese Verbindung nochmal gut deutlich gemacht und ich konnte wirklich nicht aufhören zu lesen. 
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen und auch wenn es viele Parallelen zwischen den beiden Liebesgeschichten gab, waren die Charaktere doch ziemlich unterschiedlich. Ich weiß gar nicht, welchen Charakter ich am meisten in mein Herz geschlossen, denn sie haben alle einen Platz gefunden. Beide Mädels sind eher etwas zurückhaltend, die mit der Zeit aber aufblühen, sobald sie ihre Möglichkeiten vor Augen haben. Die Charakterentwicklung hat mir sehr gut gefallen, da beide von ihren Eltern/Aufsichtspersonen zu Anfang ziemlich eingeschränkt werden. Besonders Hopes Mutter ist da ein gutes Beispiel, die eine Feministin durch und durch ist und ihrer Tochter so einiges aufdringt und ihr keinen eigenen Platz lässt sich in die Richtung zu entfalten, in die sie möchte. Die Jungs waren das komplette Gegenteil der Mädels. Beide sind im Freien aufgewachsen und können ohne Probleme ihren eigenen Weg gehen. Sie waren Hope und Emily eine wirklich tolle Stütze, ihren eigenen Weg zu finden und diesem auch zu folgen. Besonders Nate hat es mir mit seiner etwas wilden Art angetan. 
Am Ende war ich selber ganz überrascht, wie sehr ich die Charaktere in mein Herz geschlossen habe, weil ich die ganze Zeit eher das Gefühl hatte, dass es nicht so wäre. Aber es sind ein paar Dinge geschehen, die das Gegenteil bewiesen habe und ich wurde ganz schön emotional und Tränen sind geflossen. Ich war wirklich hin und weg von dem Ende, so emotional es auch war. Ich habe so einige Dinge nicht kommen sehen und ich bin wirklich zufrieden mit dem Ende. 

Fazit:
Worte für die Ewigkeit ist ein wirklich gelungenes Buch. Ich wollte gar nicht aufhören mit dem Lesen und würde es am liebsten nochmal lesen. Ich war positiv von dem Buch überrascht und kann es nur weiterempfehlen, wenn man nach einer (in diesem Falle zwei) Liebesgeschichte sucht, die einen auch berührt. Allerdings kann ich dem Buch nicht die volle Bewertung geben, weil ich den Großteil des Buches doch nicht das Gefühl hatte, dass die Charaktere irgendwas in mir auslösen.

Kommentare:

  1. Liebe Isabell,
    ich finde es schön, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat. Ich muss sagen, dass es mir erst einige Zeit nach dem Lesen aufgefallen ist, dass ich das Buch doch ziemlich mochte. Beim Lesen selbst war ich nicht immer überzeugt von der Geschichte. Ich musste leider nicht weinen. Wenn ich weinen muss, dann ist ein Liebesroman so richtig gut. ;) Aber gut war es trotzdem. :D

    Liebst, Lotta

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    1. Mir ist das auch erst nach einiger Zeit aufgefallen, wie sehr ich das Buch mochte. Anfangs hatte ich auch eher gedacht, dass es nicht so ist.
      Das ich geweint habe bedeutet bei mir fast nichts :D Ich weine schnell bei Büchern die mir gefallen :)

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