Sonntag, 4. September 2016

[Rezension] Sophie Kinsella - Schau mir in die Augen, Audrey

Autor: Sophie Kinsella
Titel: Schau mir in die Augen, Audrey
Original Titel: Finding Audrey
Reihe:
Seiten: 384
Verlag: cbj
Veröffentlichung: 20. Juli 2015
Gelesen als: Paperback
ISBN: 978-3-570-17148-6
Preis: 14.99 €

Inhalt:
Audrey ist Mitglied einer ziemlich durchgeknallten Familie: Ihr Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter, ein bisschen schnuffiger Teddybär. Doch damit nicht genug - Audrey schleppt noch ein weiteres Päckchen mit sich herum: Nämlich ihre Sonnenbrille, hinter der sie sich wegen einer Angststörung versteckt! Bloß niemanden in die Augen schauen! Als sie eines Tages auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres großen Bruders vor die Linse - Linus. Und langsam bahnt sich etwas an, was viel mehr ist, als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft...

Zitate:
"Wir müssen nicht alles über uns preisgeben. Das ist noch so etwas, das ich in der Therapie gelernt habe. Es ist okay, Dinge für sich zu behalten. Es ist okay, Nein zu sagen. Es ist okay, "Darüber möchte ich nicht sprechen" zu sagen."

"Ich habe das Gefühl, langsam aus einem Nebel aufzutauchen und Dinge zu bemerken, die mir vorher nicht aufgefallen sind."

Meine Meinung:
Von Sophie Kinsellas Büchern habe ich schon eine Menge gutes gehört, aber bisher noch selber keines gelesen. Als ich dann gesehen habe, dass Schau mir in die Augen, Audrey als Prämie bei wasliestdu angeboten worden ist, musste ich einfach zuschlagen. 
Der Einstieg in die Handlung geht schon mal sehr rasant los und man kommt auch wirklich einfach in die Handlung rein. Wir sehen uns damit konfrontiert, dass Audreys Mutter den Computer ihres ältesten Sohnes aus dem Fenster werfen will und währenddessen stellt Audrey uns ihre Familie Stück für Stück ein wenig vor. Es ist von Anfang an klar, dass wir es hier mir einer ganz schön verrückten Familie zu tun haben. Die Eigenarten von jedem ziehen sich durch das ganze Buch und das hat es einfach unheimlich witzig gemacht und es war ganz interessant zu sehen, wie die Familienmitglieder auf bestimmte Dinge reagieren. Man muss außerdem nicht lange warten, bis die eigentliche Handlung losgeht, denn die Idee mit dem Dokumentarfilm wird kurz nachdem man das Buch beginnt, vorgestellt. Auch die Umsetzung fand ich wirklich toll, denn zwischendurch gibt es immer mal wieder ein paar Seiten, die wie ein Skript geschrieben sind. Das hat diese Idee sehr gut veranschaulicht und sie ist nicht komplett in den Hintergrund gerückt. Sie war immer sehr präsent, auch wenn Audrey nicht am filmen war. Den Verlauf der Handlung habe ich als sehr angenehm empfunden. Es passiert zwar nicht allzu viel, aber immer noch genügend, damit das Buch nicht langweilig wird. Die ganze Familie steht im Vordergrund und deren zusammenleben und nicht Audrey alleine. Das hat mir sehr gut gefallen, weil man so einen Einblick darin bekommen hat, wie die Familie miteinander agiert. Der Fokus lag auch nicht nur auf Audreys Angststörung, weswegen ich das Gefühl hatte, dass es echt war. Ich hatte nie das Gefühl bekommen, dass es fake wirkte oder aufgesetzt. Auch der Umgang mit der Angststörung hat mir sehr gut gefallen, denn niemand hat Audrey versucht zu irgendwas zu zwingen, was sie nicht wollte. Es ging alles in ihrem Tempo und das ich ein wichtiger Aspekt wie ich finde. Auch ihren 'Heilungsprozess' fand ich sehr authentisch und er verlief so nebenbei. Sophie Kinsella hat sehr gut gezeigt, dass alles Schritt für Schritt geschehen muss und auch betont, dass es Rückschläge gibt und das diese normal sind. 
Die Charaktere haben mir ebenfalls gut gefallen und ich fand es toll zu sehen, wie verschieden sie mit Audrey und ihrer Angststörung umgehen. Auf der einen Seite hat man ihre Mutter, die sie wirklich bemuttert und einengt, aber auf der anderen Seite hat man ihren großen Bruder, der gar nicht so genau weiß, wie er damit umgehen soll. Sophie Kinsella zeigt verschiedene Arten, wie die Menschen reagieren und das hat mir sehr gut gefallen, denn nicht jeder Mensch reagiert auf die gleiche Art und Weise oder auf die 'richtige'. Ihre Beziehung zu Linus fand ich auch ganz süß. Er war Audrey eine wirkliche Stütze und ich fand es toll zu sehen, wie er sie auch in allem unterstützt hat und versucht hat, ihr eine Hilfe zu sein. 

Fazit:
Ich glaube, dass ich mir sehr begeistert von dem Buch anhöre, aber von mir kann es einfach keine volle Bewertung geben. Es war eine super süße Geschichte, die auch wirklich echt wirkte, aber mir fehlte im Endeffekt das gewisse etwas und die Funken sind nicht ganz übergesprungen. Nichtsdestotrotz ist es ein tolles Buch, dass ich jedem ans Herz legen kann. Es ist ein gutes Buch für zwischendurch und es lässt sich innerhalb kürzester Zeit lesen.

Kommentare:

  1. Huhu,

    ich habe das Buch damals in England entdeckt und gleich mitgenommen. Leider hat es mich nicht ganz so begeistern können wie dich - ich bin doch dann eher der Shopaholic-Typ :)

    Liebe Grüße
    Jasmin

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    1. Die Shopaholic-Reihe von Sophie Kinsella habe ich noch nicht gelesen, aber irgendwann kommt das vielleicht noch :)

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  2. Das Buch steht schon lange auf meiner Wunschliste. Da ich unter der genannten Krankheit leide, bin ich sehr gespannt wie ich mich in dieses Buch reinfinden werde. :) Aber bevor ich es lese, muss ich erstmal meinen SuB verkleinern, da sind noch eine Menge Bücher, die sich darüber freuen gelesen zu werden :D

    Grüße ♥

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