Sonntag, 19. Februar 2017

Warum es hier so still geworden ist

Ich weiß gar nicht, wie genau ich diesen Post beginnen soll, aber ich fühlte mich einfach danach, euch zu erklären, warum es hier auf dem Blog momentan so ruhig ist. 
Wie einige wohl mitbekommen haben bin ich momentan in Bristol als AuPair und das seit dem 30.9.2016. Seitdem ist es hier auch um einiges ruhiger geworden. Nur im Dezember ging es wieder bergauf, weil ich zwei Wochen zu Hause in Hamburg war. Meine (beinahe) Funkstille kommt nicht daher, dass ich in irgendeiner Leseflaute stecke, denn ich lese immer noch so gut wie täglich. 
Mein Problem, welches ich habe seitdem ich in Bristol bin, ist die fehlende Motivation. Meine Gastfamilie hat kein WLAN und ich muss immer zur Universität, die ein paar Minuten zu Fuß entfernt ist oder in einen Coffeeshop und das kann ganz schön nervig sein. Ich versteh, warum sie kein WLAN hat, weil sie hofft, im September diesen Jahres zurück nach Spanien ziehen zu können und sie für einige Monate dann sehr wahrscheinlich umsonst zahlen müsste. Ich habe damit erstaunlich wenig Probleme, ohne WLAN im Haus zu leben, aber dadurch ist meine Motivation auch verflogen. Ich bin jetzt meinen 5. Monat hier in Bristol und vor mir liegen noch 5 weitere und ich sehe nicht, dass meine Motivation in diesen paar Monaten wiederkommt. 
Noch dazu kommt, dass ich momentan absolut keine Energie mehr habe. Meine Gastmutter war jetzt von Donnerstag bis Sonntag, also heute, in Spanien, denn hier sind gerade Schulferien gewesen und man könnte meinen, dass ich in den 4 Tagen voller Ruhe wieder energiegeladen bin, aber das ist leider nicht der Fall. Ich fühl mich schon seit einiger Zeit so, als würde ich in einem Tief feststecken. Es hat nichts mit Heimweh zu tun, denn das habe ich glücklicherweise nicht mehr und dieses auch gut überwunden. Nur aus dem Tief scheine ich nicht herauszukommen. 
Ich bin momentan fast permanent müde oder habe Kopfschmerzen und noch dazu werde ich, seitdem ich in Bristol bin, jeden Monat einmal krank und habe eine Erkältung. Inzwischen denke ich nicht mehr, dass es daran liegt, dass ich es nicht gewohnt bin um Kinder herum zu sein. Das war vielleicht in den ersten drei Monaten der Fall, aber nicht mehr jetzt im 5. Heute ist es sogar so schlimm, dass ich am liebsten alles stehen und liegen lassen würde um sofort nach Hause zu gehen. Zwischendurch würde ich meiner Gastmutter auch am liebsten sagen, dass ich alles abbrechen will und sie sich leider ein neues AuPair suchen muss. Aufgeben ist für mich allerdings absolut keine Option und ich weiß, dass ich in ein paar Jahren bereuen würde, wenn ich jetzt hier abbrechen würde. Die erste Hälfte ist geschafft und jetzt muss nur noch die zweite hinter mich gebracht werden. 
Jetzt ist der Post leider etwas ausgeartet, aber ich musste das einfach mal ein wenig auslassen. Ich werde, trotz fehlender Motivation, weiterhin versuchen zu bloggen, auch wenn es bis August recht still hier bleiben wird.

Kommentare:

  1. Hey,
    oje, das klingt ziemlich stressig bei dir.
    Ich denke nicht, dass es ein Zeichen von Schwäche ist, jetzt aufzugeben. Es ist viel wichtiger, dass du das, was du in Bristol machst, mit Freude tust. Und wenn dich alles nur noch stresst, du ständig krank bist und du keine Lust mehr hast, sind das für mich keine Ausreden.
    Dennoch stelle ich mir die Frage, was du machen kannst, um dir den Aufenthalt angenehmer zu gestalten. Immerhin "musst" du noch fünf Monate in Bristol bleiben und ich würde dir am liebsten jetzt schon zwei volle Energie Tanks schicken...

    viele Grüße
    Emma

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    1. Stressig würde ich es jetzt nicht unbedingt nennen, aber es ist doch alles ganz schön nervenaufreibend.
      Aber mit der Frage, was ich machen könnte, damit alles angenehmer wird, habe ich mich in letzter Zeit auch viel beschäftigt, aber das einzige was mir in den Kopf kommt sind ein paar freie Tage in der Heimat. Das hat im Dezember schon extrem gut geholfen. Dafür müsste ich aber bis zu den nächsten Schulferien warten und hoffen, dass meine Gastmutter mit ihrem Sohn nach Spanien zur Familie fliegt.
      Die 5v Monate vergehen jetzt auch hoffentlich wieder schneller, weil der Kleine seit heute wieder in der Schule ist und ich nicht mehr mit ihm den ganzen Tag alleine sein muss.

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