Samstag, 8. März 2014

[Rezension] Markus Zusak - Die Bücherdiebin

Autor: Markus Zusak
Titel: Die Bücherdiebin
Originaltitel: The Book Thief
Reihe:
Seiten: 608
Verlag: blanvalet
Veröffentlichung: 7. September 2009
Einband: Paperback
ISBN: 978-3-442-37395-6
Preis: 9,95 €
Leseprobe: *klick*

Inhalt:
Im Alter von neun Jahren hat Liesel schon vieles verloren. Ihren Vater, einen Kommunisten. Ihre Mutter, die ständig krank war. Ihren Bruder Werner - auf der Fahrt nach Molching zu den Pflegeeltern. Als der Bruder stirbt, gerät sie zum ersten Mal ins Blickfeld des Todes. Und sie stiehlt ihr erstes Buch - ein kleiner, aber folgenreicher Ausgleich für die erlittenen Verluste. Dann stiehlt sie weitere Bücher. Äpfel und Kartoffeln. Das Herz von Rudi. Das von Hans und Rosa Hubermann. Das von Max. Und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz.

Zitate:
"Woher weiß man, ob etwas lebendig ist" Man schaut nach, ob es atmet." (S.44)

"Man half keinem Juden auf offener Straße. Man versteckte keinen Juden im Keller." (S.446)

Meine Meinung:
Ich finde das Cover ist wirklich gut gelungen. Es spiegelt die wichtigsten Personen dar und das sie Händchen halten und so aussehen, als würden sie ein Tänzchen vollführen, passt meiner Meinung nach auch sehr gut zusammen.

Die Idee hat mich ehrlich gesagt erstmal gar nicht angesprochen und ich weiß echt nicht warum, denn eigentlich ist sie ja ganz gut. Ich wollte das Buch erst lesen, nachdem ich nur positive Stimmen zu dem Buch gehört habe und der Trailer zur Verfilmung so ansprechend war. Da wusste ich, dass ich das Buch lesen muss.
Die Umsetzung hat mich zu Anfang ja mal gar nicht überzeugt. Nach 200 Seiten habe ich erst einmal eine Pause eingelegt und mich anderen Büchern gewidmet habe. Ich fand es relativ langweilig und langatmig und ich hatte mir wirklich viel mehr versprochen. 
Als dann meine Ferien begonnen haben, habe ich das Buch wieder zur Hand genommen und siehe da: Es wurde besser. Ich kam immer besser in das Buch hinein und habe die Charaktere immer mehr in mein Herz geschlossen. Richtig gefangen hat es mich dennoch nie so wirklich. Es gab eine Sache, die mich die ganze Zeit gestört hat. Der Tod hat sehr oft Dinge vorweggenommen und es dann mit "Aber dazu kommen wir später" abgeschrieben. Das hat mich wirklich genervt. 
Je weiter ich dann gelesen habe, desto mehr mochte ich das Buch und zum Schluss wurde es nochmal wirklich emotional und ich habe ein paar Tränen vergossen. 

Der Schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem das das Buch aus der Sicht des Todes beschrieben worden ist. Die Sicht des Todes ist aber eine gute Wahl, denn Markus Zusak hat in einem Interview gesagt, dass der Tod eine tragende Rolle gespielt hat zu der Zeit und das ist natürlich mehr als wahr. Sobald man sich aber an den Schreibstil gewöhnt hat, ging das lesen sehr viel einfacher und flüssiger voran.

Die Charaktere habe ich mit der Zeit immer mehr ins Herz geschlossen. Die Vorstellung, dass der Tod gar nicht böse ist, sondern selbst unter diesem Job leidet und ein Herz hat, fand ich wirklich gut, weil es so anders ist, als man sich immer selbst vorstellt. 
Liesel und ihre Pflegefamilie habe ich auch sehr schnell ins Herz geschlossen. Vor allem Hans Hubermann, ihren Pflegevater. Er ist so geduldig und so ruhig und er versucht immer ein guter Mensch zu sein und 
bei ihm merkt man einfach, dass das manchmal gar nicht so einfach ist. Trotz allem hat mich Max am meisten angesprochen. Ich fand ihn sehr faszinierend. Bei ihm merkt man, dass er die Familie eigentlich gar nicht in Gefahr bringen will.

Fazit:
Eine Außergewöhnliche Geschichte, die ich so wohl nicht mehr lesen werde. Bis auf ein paar Dinge, die mir nicht ganz passten, ist das Buch wirklich sehr gelungen und es lohnt sich wirklich, es weiterzulesen. Man muss einfach nur dabei bleiben. 


Über den Autor:
Markus Zusak wurde 1975 geboren. Zu den mittlerweile fünf veröffentlichten Romanen des Autors gehören »Der Joker« und der weltweite Bestseller »Die Bücherdiebin«, der in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurde. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Sydney.







Der Filmtrailer:


Kommentare:

  1. Also wenn ich deine Kritik lese, fand ich alles genauso. Aber bei mir hat es auch keine 4 Sterne bekommen. Es ist so ein typisches Amibuch, weil die sich ja gern damit beschäftigen, wie grausam die Deutschen waren, aber wenn man so viel schon in der Schule gehört hat wie wir vermutlich, dann ist das Buch einfach nichts Neues. Dass das Ende irgendwie gespoilert war, hat mich auch total genervt. Kann den Hype gar nicht verstehen... Meine Kritik kommt dann übrigens nächste Woche ausführlich. :D

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    1. Nachdem ich die Rezi geschrieben habe war ich erstmal nicht sicher, wie viele Eulen ich vergeben werde. Ich schwankte zwischen 3 und 4 und 4 fand ich für meine Beziehung zu dem Buch angemessen :)

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