Samstag, 7. Oktober 2017

Neal Shusterman - Scythe: Die Hüter des Todes

Autor: Neal Shusterman
Titel: Scythe - Die Hüter des Todes
Original Titel: Scythe
Reihe: Band 1 von 3
Seiten: 528
Veröffentlichung: 21. September 2017
Gelesen als: Hardcover
ISBN: 978-3-7373-5506-3
Preis: 19,99 €

Inhalt:
Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen - aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden, Reue, unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Todes erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten...

Zitate:
"Die Entwicklung der Zivilisation war abgeschlossen. Das wusste jeder. Was die Menschheit betraf, gab es nichts Neues mehr zu erfahren. Nichts an ihrer Existenz musste noch enträtselt werden. Und das bedeutete, dass kein Mensch wichtiger war als irgendein anderer. Im großen Plan der Dinge war vielmehr jeder gleich nutzlos." (S. 18)

"Ein Scythe ist nur das Werkzeug des Todes, doch ihr seid es, die meinen Arm bewegt. Du und deine Eltern und jeder andere auf dieser Welt führen die Hand der Scythe." (S. 22)

"Ich soll sie formen. Der Thunderhead ist die Wurzel, ich bin die Schwere, die die Äste zurechtstutzt und den Baum am Leben erhält." (S. 277)

Meine Meinung:
Das Buch war im englischsprachigen Raum eine ganze Zeit lang überall zu sehen und dort hat es schon meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Als es dann auf vorablesen online war, musste ich einfach mein Glück versuchen und gehörte doch tatsächlich zu den Glücklichen Gewinnern. Einen lieben Dank also an vorablesen und den Verlag für das Rezensionsexemplar.

Ganz gespannt habe ich das Buch in die Hand genommen und der Einstieg ist mir ganz leicht gefallen. Man lernt direkt die Protagonisten kennen und bekommt einen Einblick darin, wie das Leben mit den Scythe so ist. Es wurde natürlich auch eine Menge erklärt und die wichtigsten Sachen haben wir zu Anfang erfahren und mit dem Rest des Buches wurde alles immer ein wenig weiter ausgebaut und es kam immer mehr dazu. Da es aber im Laufe der Handlung vertieft worden ist, gab es nie zu viele Infos auf einmal.
Das Konzept an sich ist ja wirklich einzigartig und hebt sich unter all den Dystopien hervor, weswegen ich besonders gespannt auf die Handlung und deren Umsetzung war. Die Handlung konnte mich fast komplett begeistern, denn sie ist sehr facettenreich. Wir erleben nicht nur, wie Citra und Rowan lernen, sondern wir erleben auch einige Nachlesungen und die Probleme, die sich damit auftun bzw. womit die Scythe oder deren Lehrlingen innerlich zu kämpfen haben. Das Facettenreichtum zeigte sich außerdem auch in den verschiedenen Arten nachzulesen, die bei dem ein oder anderen Scythe ein wenig brutaler ausfällt.  Die Umsetzung hat mir ebenfalls ganz gut gefallen. Leider fand ich es im Mittelteil für eine Zeit lang ein wenig langweilig, was sich aber durch einen sehr überraschenden Moment geändert hat. Daraufhin ging es wieder bergauf, wurde aber nochmal für einen Moment etwas langweiliger, weil sich alles ein wenig wiederholt hat. Es hat dann aber nicht mehr lange gedauert bis es mit der Spannung wieder besser wurde und ich das Buch kaum noch zur Seite legen wollte.
Alles in allem haben mir die Charaktere gefallen und ich kam sehr gut mit Citra und Rowan zurecht. Die beiden sind ziemlich verschieden, aber in ihrer Situation entwickelt sich ein gewisses Band zwischen den beiden. Trotz dieses Bandes zwischen ihnen sind sie sich aber ihrer Situation vollends bewusst und versuchen das Beste aus dieser zu machen. Was mich extrem überrascht hat ist, dass ich mit den Scythe so gut sympathisieren konnte. Es gab natürlich welche, die man nicht leiden konnte, aber im Allgemeinen haben wir verständnisvolle Scythe kennen gelernt, die das Beste aus ihrem Job machen. Ich fand die Charaktere wirklich allesamt sehr gut ausgearbeitet
Das Ende hat mich richtig überraschen und fesseln können. Ich habe mit kaum etwas gerechnet und klebte quasi an den Seiten, weil ich wissen musste, wie es ausgeht. Ich konnte zwar schon erahnen, wie es enden würde, aber es gab dennoch ein paar Zusätze, die super gut in das Buch gepasst haben und die die Vorfreude auf den zweiten Band steigen lassen.

Fazit:
Mein erstes Buch von Neal Shusterman, dass mich absolut von sich überzeugen konnte. Trotz kleiner Längen im Mittelteil wurde mein Lesespaß nicht gemindert und ich bin extrem gespannt, wie es mit den Charakteren weitergeht. Band 2 wird schon in voller freudiger Erwartung herbeigesehnt.

Kommentare:

  1. Je mehr ich davon höre, desto mehr freue ich mich darauf. :D

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  2. Es lohnt sich wirklich. Nicht umsonst ist jeder begeistert :D

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  3. Hey,
    wenn mein SUB nicht so groß wäre würde das Buch bestimmt schneller bei mir einziehen, aber so landet es erstmal auf meiner Wunschliste. Danke für die tolle Rezi, bin echt gespannt auf das Buch.
    Ich bin nicht so der Fan von zentriertem Text, finde das immer etwas anstrengender zu lesen, sieht aber dafür echt schön aus. (wollte ich nur kurz zu deinem Layout anmerken ist aber überhaupt nicht böse gemeint und natürlich Geschmackssache)
    LG Lisa

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    1. Na dann hoffe ich mal, dass du deinen SuB demnächst verkleinern wird und das Buch bei dir einziehen darf :)
      Alles gut :D Ich nehme das überhaupt nicht als böse auf und bin sogar froh darüber, dass du das erwähnt hast. Wenn es keiner tut, kann man sich ja auch nicht selber verbessern

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