[Rezension] Tommy Wallach - This Love Has No End

12:49

Autor: Tommy Wallach
Titel: This Love Has No End
Original Titel: Thanks for the Trouble
Reihe:
Seiten: 320
Verlag: cbj
Veröffentlichung: 04. September 2017
Gelesen als: Paperback
ISBN: 978-3-570-17396-1
Preis: 14,99 €

Inhalt:
Als der 17-Jährige Parker in einer Luxushotellobby dem faszinierenden Mädchen Zelda begegnet und sie um ein obszön dickes Banknotenbündel erleichtert, ist es vorbei mit seiner Unsichtbarkeit. Denn eigentlich hat er die Kunst perfektioniert, niemandem aufzufallen. Doch die silberhaarige Zelda sieht ihm mitten ins Herz. Und so lässt Parker sich mit ihr auf eine hochriskante Wette ein. Die wird sie beide in einem atemberaubenden Wirbel durch die Nacht tragen, sie werden der Liebe begegnen, dem Glück über den Weg laufen, dem Tod ins Auge schauen uns erkennen, was ihnen ihr Leben wert ist.

Zitate:
"Man könnte ja meinen, ich hätte begonnen, in Hotels herumzuhängen, weil sie tolle Orte sind, um Leute zu beklauen, aber eigentlich war es genau andersrum." (S. 19)

"Ich bin doch eigentlich wie Robin Hood. Ich klaue von den Reichen und gebe es den Armen. In diesem Fall bin der Arme eben ich." (S. 22)

"Sie liebten sich so wie das Meer die Küste - an der es nagt, Stück für Stück, Tag für Tag. Sie liebten sich wie die Sonne, die Pflanzen wachsen lässt, dann die Blätter verbrennt und alle Feuchtigkeit aus der Erde zieht, bis sie hart und ausgedörrt ist. Sie liebten sich wie die Tauben, sie Bronzestatue, die sie komplett zuscheißen." (S. 50)

Meine Meinung:
Das Buch ist mir ganz spontan wegen des Covers im Bloggerportal aufgefallen und vom Klappentext her hörte es sich auch sehr interessant an. Ich muss mich daher einmal beim Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares bedanken.

Bei dem Buch wird man direkt in die Handlung geworfen, aber der Einstieg fällt einem dennoch nicht schwer, weil alles am Anfang doch erklärt wird und wir einen Blick in Parkers Leben und Gedankenwelt bekommen. Da man direkt in die Handlung geworfen wird, muss man nicht lange darauf warten, dass Parker Zelda zum ersten Mal sieht. Nach dem Einstieg ist mir aber schnell aufgefallen, dass sich das Buch in eine andere Richtung entwickeln würde, als ich es erwartet hätte.
Ich kann meine Erwartungen an das Buch nicht genau beschreiben, aber ich habe mit einer komplett anderen Handlung gerechnet. Im Endeffekt fand ich die Handlung aber ganz und gar nicht schlecht. Sie hebt sich vielleicht auch nicht unbedingt von anderen Romanen ab, aber sie hat etwas an sich, dass die etwas besonderes ist. Vielleicht mag es aber auch nur an den beiden Protagonisten liegen, die verschiedener gar nicht sein können, aber dennoch wahnsinnig gut harmonieren. Ich fand einen Punkt an der Handlung allerdings mehr als seltsam, der mir nie richtig zusagen konnte. Leider kann ich ihn nur nicht erwähnen, da ich sonst mächtig etwas über Zelda spoilern würde. Aber ich glaube, dass das der einzige Punkt an der Handlung und der Umsetzung war, den ich absolut nicht mochte. Wobei...eine Sache gibt es da doch noch und das ist die Länge der Kapitel. Ich fand sie allesamt viel zu kurz und ein Großteil der Kapitel ist nur 3-4 Seiten lang. Das hat mich auf Dauer extrem genervt.
Mit den Charakteren bin ich leider nie richtig warm geworden. So ging es mir mit den Protagonisten und allen Nebencharakteren. Sie waren mit alle unsympathisch und fühlten sich maßlos konstruiert an. Ich hab dadurch auch leider nie eine Verbindung zu den Charakteren aufbauen können und ab irgendeinem Zeitpunkt ging mir besonders Zelda auf die Nerven. Mit ihr konnte ich wohl am wenigsten anfangen. Am meisten konnte ich tatsächlich etwas mit Parker anfangen und mich ein wenig mit ihm identifizieren. Wenn er nicht so konstruiert gewirkt hätte, dann hätte ich ihn wohl richtig ins Herz geschlossen.
Das Ende war leider von Anfang an abzusehen und hielt keine Überraschung für einen breit. Es ist kein schlechtes Ende und es passt sehr gut zur Handlung, aber der Überraschungseffekt hat mir gefehlt. So war mir einfach von Anfang an bewusst, was am Ende geschehen würde. Außerdem fühlte es sich zum Schluss recht gehetzt an, so als hätte der Autor das Buch einfach schnell beenden wollen.

Fazit:
Ich habe das Gefühl, dass meine Rezension sich extrem negativ anhört und ich das Buch absolut schrecklich fand, aber das ist nicht der Fall. Es war definitiv noch eine Menge Luft nach oben, aber es ist auch kein schlechtes Buch. Das Buch ist halt schlichtweg einfach nur durchschnittlich. Ich denke nur leider, dass mir das Buch nicht sehr lange im Gedächtnis bleiben wird.

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2 Kommentare

  1. Ich hab auch manchmal das Gefühl, dass ich bei einem mittelmäßigen Buch nur die schlechten Sachen aufzähle und es dann total negativ klingt. :D Passiert halt...

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    1. Das ist absolut wahr :) Und leider bleiben die negativen Sachen halt eher im Kopf hängen

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Vielen Dank für deinen Kommentar :)

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