[Rezension] Rachel Vincent - Menagerie

13:27

Menagerie | Rachel Vincent | 480 Seiten | Paperback | ca. 16 €

Inhalt

When Delilah Marlow visits a famous traveling carnival, Metzger's Menagerie, she is an ordinary woman in a not-quite-ordinary world. But under the macabre circus big-top, she discovers a fierce, sharp-clawed creature lurking just beneath her human veneer. Captured and put on exhibition, Delilah is stripped of her worldly possessions, including her own name, as she's forced to "perform" in town after town.
But there is breathtaking beauty behind the seamy and grotesque reality of the carnival. Gallagher, her handler, is as kind as he is cryptic and strong. The other "attractions"—mermaids, minotaurs, gryphons and kelpies—are strange, yes, but they share a bond forged by the brutal realities of captivity. And as Delilah struggles for her freedom, and for her fellow menagerie, she'll discover a strength and a purpose she never knew existed. 


Zitate

"But if monsters could look like humans, and humans could look like monsters, how could anyone ever really be sure that the right people stood on the outside of all those cages?"

"A wolf will growl to warn you that it's angry and a bull will paw the ground before charging. Rattlesnakes rattle, cats moan and hiss, and hyenas grunt and cackle. But a man will smile right in your face as he drives a knife into your heart."

Meine Meinung

Trigger Warnung: Gewalt, Folter, Tod, sexuelle Belästigung/Missbrauch

Als ich das Buch begonnen habe, war ich mir nicht ganz sicher, was auf mich zukommen würde und ich hatte auch keine wirklich hohen Erwartungen, weil ich nicht sehr viel von dem Buch gehört habe. Im Endeffekt bin ich aber positiv überrascht und bin froh, dass ich das Buch endlich gelesen habe. Zu Anfang möchte ich aber vorwegnehmen, dass das Buch nichts für schwache Nerven ist, weil alles sehr klar und grafisch ist.

Ich glaube, dass mich selten ein Buch so schnell gefangen genommen hat. Hier haben mich die ersten 5 Seiten sofort packen können und das hat mir den Einstieg in diese Welt sehr vereinfacht. Es ist auf den ersten Blick die Welt in der wir leben, aber mystische Wesen/Kryptiden sind real und ein Teil der Welt. Diesen Weltenbau fand ich unglaublich spannend, besonders, weil sich die ganze Geschichte um das Thema dreht, wer die wirklichen Monster sind. Die Menschen oder die Kryptiden.

Die Handlung geht rasant los und wie ich schon sagte, hat mich die Handlung sehr schnell packen können und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Man muss nicht lange darauf warten, dass Delilah selber gefangen genommen wird. Es geht wirklich Schlag auf Schlag. Sobald Delilah selber im Karneval gefangen ist, wird die Handlung, was das Tempo betrifft, ein kleines bisschen ruhiger. Hier geht die Grausamkeit aber erst richtig los. Ich glaube, dass es kaum einen Moment gab, in dem mein Blut nicht vor Wut gekocht hat und damit hat die Autorin wohl definitiv ihr Ziel erreicht. Aber auch wenn mich das Buch zum Großteil fesseln konnte, gab es dennoch ein paar Momente, die ein wenig langatmig waren. Es waren nicht viele, aber sie haben trotzdem bewirkt, dass sich die Handlung im Mittelteil ein wenig im Kreis drehte.

Noch dazu war das Ende dann noch sehr rasant. Vielleicht sogar schon ein wenig zu rasant. Man hätte das Ende gerne noch ein kleines bisschen mehr in die Länge ziehen können und den Mittelteil ein wenig kompakter gestalten können. Ich glaube, wenn das der Fall gewesen wäre, dann hätte ich das Buch in einem Rutsch gelesen. Bei dem Schreibstil wäre das sicher kein Problem gewesen. Ich konnte mir dank des Schreibstils alles sehr bildlich vorstellen und die Gefühle und die Atmosphäre kamen alle bei mir an.

Die Charaktere habe ich so ziemlich alle ins Herz geschlossen. Naja...bis auf die Charaktere, die anderen nur Leid zufügen. Delilah ist eine tolle Protagonistin, die wirklich vielschichtig ist. Als Person ist sie sicher nicht perfekt, aber es hat mir eine Freude gemacht, ihre Reise zu verfolgen, auch wenn diese ziemlich grausam ist. Besonders erfreulich fand ich, dass sie sich nicht hat unterkriegen lassen. Sie ist wahrlich eine Kämpferin, die man nicht unterschätzen sollte.

Gallagher hat mich von Anfang an ebenfalls fasziniert, obwohl er für den Karneval arbeitet. Aber auch hinter ihm steckte wahrlich eine Menge mehr, als man zu Anfang vermuten mag. Ich war mir bei ihm nie sicher, ob man ihm trauen kann oder nicht. Dennoch hat er mich immer wieder überrascht.

Fazit

Mit Menagerie konnte mich Rachel Vincent vom Hocker hauen, auch wenn sich die Handlung im Mittelteil ein wenig im Kreis drehte und das Ende zu schnell ging. Ich hätte nie gedacht, dass mir das Buch so gut gefallen würde. Ich kann das Buch jedem empfehlen, aber man sollte sich bewusst sein, dass das Buch sehr viel an Gewalt beinhaltet. Ich bin enorm gespannt auf den zweiten Teil und ich hoffe, dass ich es bald lesen kann. 


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2 Kommentare

  1. Hallo Isabell,

    eine tolle Rezension, bei der deine Begeisterung wirklich spürbar wird. :D Ich kannte das Buch vorher noch gar nicht und vom Klappentext her hätte es mich auch nicht direkt angesprochen, aber deine Rezension macht mich ja jetzt schon neugierig. Düstere Geschichten mag ich sowieso eigentlich ganz gerne ...

    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Danke dir :)
      Wenn du düstere Geschichten magst, dann ist diese hier vielleicht genau die richtige für dich. Es lohnt sich wirklich :D

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Vielen Dank für deinen Kommentar :)

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