[Rezension] Sarina Bowen - The Ivy Years: Was wir verbergen

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Was wir verbergen | Sarina Bowen | Band 2 | LYX Verlag | 316 Seiten | Paperback | 12,90 €

Inhalt

Direkt bei ihrer ersten Begegnung am Harkness College spüren Scarlet Crowley und Bridger McCaulley die starke Anziehung, die zwischen ihnen herrscht. Jeder Blick, jede flüchtige Berührung lässt ihre Herzen höher schlagen - und es fällt ihnen immer schwerer, einander zu widerstehen. Dabei haben Scarlet und Bridger gute Gründe, sich dem anderen nicht vollkommen zu öffnen. Denn sie verbergen beide ein Geheimnis, das nicht nur ihr bisheriges Leben am College, sondern vor allem auch ihre gemeinsame Zukunft zerstören könnte.

Zitate

"Ich hatte im vergangenen Jahr etwas über schlechte Nachrichten gelernt. Sie kamen nicht plötzlich wie schlechte Nachrichten im Film. Es begann nicht mit einem Anruf um Mitternacht oder damit, dass es zur Essenszeit an die Tür klopfte. Im richtigen Leben trafen einen schlechte Nachrichten der üblen Sorte wie in Zeitlupe." (S. 19)

"Im Laufe des Gesprächs ging mir auf, dass man mich brauchte, um ein Familiennarrativ zu konstruieren, das besagte: Alles im grünen Bereich. Meine Antworten malten ein absolut farbloses Porträt dieses Mannes, der mein Vater war." (S. 183)

Meine Meinung

Bevor ich mit meiner eigenen Meinung beginne, möchte ich mich herzlichst beim LYX-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares bedanken.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich den ersten Teil dieser Reihe von Sarina Bowen gelesen, der mich von sich überzeugen konnte. Auch wenn ich zuvor schon wusste, dass der zweite Teil zwei neue Protagonisten hat, hatte ich dennoch hohe Erwartungen und ich wurde nicht enttäuscht. 

Gleich zu Beginn lernen wir die Protagonistin Scarlet kennen und wir bekommen einen Einblick in ihre Situation und was sie in den Monaten zuvor hat durchmachen müssen. Man hat direkt gemerkt, dass das nicht ohne war, denn weswegen sonst sollte eine Jugendliche quasi zum College flüchten und dort untertauchen. Auch unseren zweiten Protagonisten, Bridger, hat man schnell kennengelernt. Ihn hat man schon im ersten Band kennenlernen dürfen, allerdings noch von einer komplett anderen Seite. Diesmal erleben wir ihn von einer viel ernsteren Seite, denn auch seine Situation hat sich komplett verändert. Dem Leser wird von Anfang an gezeigt, dass sich diese Geschichte mit ernsteren Themen beschäftigt. 

Nach dem Start in die Handlung, der mir recht leicht gefallen ist, war ich schon gespannt, wie es weitergeht und das war tatsächlich ganz rasant. Kaum lernen sich die Protagonisten kennen, sind sie auch schon in einer Beziehung. Mir persönlich ging das leider viel zu schnell. Die Chemie war zwar zwischen beiden Protagonisten da, aber es gab keine große Entwicklung. Sie fanden sich auf Anhieb toll und (gefühlt) Momente später sind sie sich in die Arme gefallen. Im späteren Verlauf gab es einen weiteren Moment, den ich mir ausführlicher gewünscht hätte, denn so wurde der Konflikt recht schnell übergangen. Wären diese beiden Fälle nicht gewesen, hätte ich an der gesamten Beziehung wohl nichts auszusetzen, obwohl sich die beiden eine ganze Weile anlügen. Das hab ich aber nicht als Problem empfunden, sondern als recht realistisch und ich konnte die Beweggründe von Scarlet und Bridger verstehen, warum sie nicht komplett ehrlich miteinander umgegangen sind. 

An sich war die Handlung nichts wirklich Neues, aber ich muss sagen, dass ich von den Problemen, denen sich die beiden stellen müssen, zuvor noch nichts gelesen habe. Das war dann doch ziemlich erfrischend. Der Handlungsverlauf war auch nicht allzu überraschend, wobei es dennoch einige Momente gegeben hat, die einen überraschen und sogar schocken, denn manche Charaktere waren richtige Ekelpakete. 

Die Charaktere haben mir allesamt ganz gut gefallen und ich fand sie größtenteils gut ausgearbeitet, aber es gibt auch ein paar flachere Charaktere, aber da sie keine große Rolle im Buch eingenommen haben, hat es mich nicht gestört. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Nebencharaktere zum Teil in den nächsten Büchern an Tiefe gewinnen. Wohl am meisten gefreut hat es mich, dass Hartley und Callahan auch ein paar kleine Auftritte hatten, wobei es hier auch ein paar mehr hätten sein können. Besonders wenn man bedenkt, dass Bridger und Hartley beste Freunde sind. 


Fazit

Mit diesem Buch hat Sarina Bowen eine solide Fortsetzung geschrieben, die locker mit dem Ersten mithalten kann. Mit Bridger und Scarlet hat sie tolle Charaktere geschaffen und sie traut sich auch an ernstere Themen ran. Auch wenn sich das Buch vom Handlungsverlauf nicht unbedingt von anderen New Adult Bücher unterscheidet, hat man dennoch sehr viel Spaß beim Lesen und man schließt die Charaktere ins Herz. 


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2 Kommentare

  1. Hallo!
    Ich habe dieses Buch gerade erst als Reziexemplar von NetGalley bekommen und freue mich schon auf eine weitere College-Geschichte. Obwohl ich Band 1 zu Beginn sehr mochte hat er dann ein bisschen was von seinem Glanz verloren, als ich etwas Abstand zur Geschichte gewonnen hatte. Deswegen fand ich deine Rezi so toll, ich denke, dass sie mir ein recht gutes Bild vermittelt hat was ich von Band 2 erwarten kann. Ich bin gespannt, ob ich das genauso sehe. Ich muss zugeben, dass ich sowohl Bridger als auch Scarlet gerade gar nicht einordnen kann - Sie ist offensichtlich neu, und Bridger ist der Typ von - äh- Thanksgiving? Mit der kleinen Schwester?

    Alles Liebe, Frizzi.

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    1. Genau, Bridger ist der mit der kleinen Schwester. Ich musste auch erstmal ein wenig nachdenken, bis ich mir wieder richtig an ihn erinnern konnte :)
      Ich bin aber auch schon gespannt, wie du den zweiten Band findest. Inzwischen habe ich auch von einigen gehört, dass sie den zweiten Band nicht ganz so gut fanden wie den ersten

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