[Rezension] Bianca Iosivoni - Flying High

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Flying High | Bianca Iosivoni | 450 Seiten | Paperback | 12,90 €

Inhalt

Hailee hatte ein Geheimnis. Ein dunkles Geheimnis, das niemand kannte und niemand erfahren sollte. Am allerwenigsten Chase, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat. Hailee war klar, dass sie Chase verlieren würde. Sie wusste es von der ersten Sekunde an, als sie ihm gegenüberstand. Und doch hat er ihr Herz mit jedem Lächeln und jeder Berührung ein bisschen mehr erobert. Aber gibt es für sie beide überhaupt eine Chance? Oder müssen sie einsehen, dass manchmal nicht einmal die Liebe ausreicht, um zwei Menschen zusammenzuhalten?

Zitate

"Es ist so leicht, anderen Menschen Vorwürfe zu machen. Sich über sie aufzuregen. Sich mit ihnen zu streiten. Aber wir denken nie daran, dass es das letzte Mal sein könnte. Die letzte Umarmung, Das letzte Wort. Der letzte Blick." (S. 87)

"Nichts zu fühlen ist tausendmal schlimmer, als alles zu fühlen. Selbst wenn es wehtut. Selbst wenn es mich innerlich zerreißt und ich nicht weiß, wohin mit allem, was in mir tobt." (S. 224)

Meine Meinung

Bevor ich mit meiner Meinung beginne, möchte ich mich beim LYX-Verlag  für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares bedanken.

Triggerwarnung: Angststörung, Tod, Trauer, Suizidalität, Krankheit, Drogenmissbrauch, Depression



Nachdem mich das Ende von Falling Fast in einem Zwiespalt zurückgelassen hat, war ich dennoch daran interessiert, wie die Geschichte von Hailee und Case in Flying High weitergeht. Das Buch schließt auch zum Glück unmittelbar an seinen Vorgänger an, sodass man schnell eine Auflösung hat und die Thematik wird nicht weiterhin unnötig in die Länge gezogen, wobei ich immer noch der Meinung bin, dass man dies zum Ende von Falling Fast hätte hinzufügen sollen. 

Im gesamten beschäftigt sich das Buch sehr viel mit der Verarbeitung der Traumata und der Fokus lag weniger auf der Liebesgeschichte, was mir sehr gut gefallen hat und alles andere hätte ich als ziemlich unpassend gefunden. Die Liebesgeschichte wird aber dennoch nicht vergessen. Die Handlung empfand ich im Allgemeinen als sehr viel ruhiger als im Vorgänger, weil sich der Fokus verschoben hat und die Thematik viel ernster war als im ersten Band. 
Während mir das zu Anfang noch sehr gut gefallen hat und ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte, hat sich der Mittelteil ziemlich gezogen und ich war immer weniger begeistert. Den gesamten Mittelteil fühlte es sich leider so an, als würde sich die Handlung im Kreis drehen und kein Stück vorankommen. Zum Ende hin nahm es dann aber wieder an Fahrt auf und das Buch hat gleich wieder mehr Spaß gemacht. Mit dem Ende bin ich dieses Mal ganz zufrieden. Es wurde nichts überstürzt und auch sonst fühlte es sich sehr real an und nicht an der Nase herbeigezogen. 

In Flying High haben wir quasi zwei verschiedene Handlungsstränge, auch wenn sie durch Hailee und Chase immer miteinander verbunden sind. Die Konflikte von Chase und innerhalb seiner Familie kommen aber auch deutlich mehr in den Vordergrund, aber so wirklich gut gefallen hat sie mir nicht. Ich fand sie nicht sonderlich gut ausgearbeitet bzw. sie hat mir zu wenig Aufmerksamkeit erhalten, weil sich für Chase zum Großteil alles um Hailee dreht, was auch verständlich ist, nachdem was passiert ist, aber ich hätte mir dann doch einen tieferen Umgang mit den Konflikten innerhalb seiner Familie gewünscht.

Was das Thema der Repräsentation im Buch angeht, kann ich nicht beurteilen, ob sie gut war. Besonders im Hinblick auf das Thema der Trauerbewältigung und den Umgang mit Suizidalität, weil ich damit keine persönlichen Erfahrungen habe. Die Art und Weise wie damit aber umgegangen ist, hat sich mir erschlossen und Sinn ergeben. Ich hatte auch nicht das Gefühl, als hätte die Autorin eine Liebesbeziehung als Lösung und zum Überwinden der Traumata gewählt. Es wird an jeder Stelle klar, dass der Umgang mit diesen Traumata ein Prozess ist, an dem man arbeiten muss. 

Fazit

Leider hat mir Flying High etwas weniger gut gefallen als sein Vorgänger. Der Mittelteil war sehr langatmig und die Handlung hat sich im Kreis gedreht, noch dazu empfand ich den Konflikt von Chase und seiner Familie als nicht sehr gut ausgearbeitet. Ansonsten hat mir das Buch aber gut gefallen und ich bin mit diesem Ende sehr zufrieden. 


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