Jahresvorsätze 2020

12:31

Bildquelle: Pixabay

Ich bin ja eigentlich kein großer Fan von Jahresvorsätzen, weil ich sie als eher unnötig ansehe. Wenn ich etwas ändern möchte oder ein bestimmtes Ziel erreichen möchte, dann kann ich auch schon mitten im Jahr damit anfangen. Aus dem Grund kümmere ich mich normalerweise nicht um irgendwelche Vorsätze, wenn ein neues Jahr anbricht. Bisher hab ich daher auch nur an der Goodreads Challenge teilgenommen, bei der man sich eine bestimmte Anzahl an Büchern vornimmt, die man lesen möchte. Und selbst da wähle ich eine Zahl, bei der ich zu 100 % weiß, dass ich sie erreiche. 
Dieses Jahr habe ich aber irgendwie Lust gehabt, mir ein paar Vorsätze zu überlegen und sie hier zu veröffentlichen. Wirklich neu sind diese aber nicht, da ich schon seit Monaten, wenn nicht sogar seit ein paar Jahren, mit diesen Vorsätzen lebe und sie zum Großteil durchführe. Ich werde 2020 also nicht großartig etwas ändern. Stattdessen wird es zum Großteil so weitergehen wie bisher. Insgesamt habe ich mir 5 Vorsätze überlegt, von denen aber nur zwei neu sind.

1. Konzentration auf Bücher, die ich schon besitze

Seit ein paar Monaten versuche ich mich, mehr oder weniger erfolgreich, auf die Bücher zu konzentrieren, die ich schon zuhause stehen habe. Mein zweiter Vorsatz macht mir da gerne mal einen Strich durch die Rechnung.
Momentan besitze ich etwas über 50 ungelesene Bücher und das möchte ich ändern. Für mich sind das einfach zu viele und ich hasse es, so viele ungelesene Bücher zu besitzen. Manchen Leuten ist die Anzahl der ungelesenen Bücher zuhause egal oder sie mögen es, so viele ungelesene zu besitzen, aber ich gehöre leider nicht zu diesen Personen. So langsam will ich all meine Bücher zuhause aber auch mal gelesen haben und das geht nur, wenn ich mich auf sie konzentriere. Ich mein ... schließlich habe ich mir die Bücher aus einem bestimmten Grund gekauft.
Die aktuellen Neuerscheinungen kann man ja auch immer noch ein paar Monate später kaufen (oder die sich mit der Zeit in der Bücherhalle ausleihen). Bücher haben ja zum Glück kein Ablaufdatum. Vielleicht schaffe ich es so ja auch mal endlich, meinen SuB zu verringern. 

2. Die Bücherhallen weiterhin aktiv nutzen

Ich lebe in Hamburg und wir haben mit unseren Bücherhallen ein wahnsinniges Glück (zum Leiden meines ersten Vorsatzes). Ich glaube, dass sie kaum besser sein könnten. Seit meinem Auslandsjahr in England vor ein paar Jahren nutze ich das Angebot der Bücherhallen wieder aktiv. Vor meinem Auslandsjahr sah das ein wenig anders aus, weil die Bücherhalle, zu der ich immer ging, keine große Auswahl an englischen Büchern hatte. Seitdem ich aber zur Zentralbibliothek gehe, hat sich das schlagartig geändert und mir ist wieder bewusst geworden, dass ich mir nicht jedes Buch kaufen muss. So ziemlich jedes Buch, dass mich interessiert, ist in den Hamburger Bücherhallen verfügbar und wenn nicht, dann schlage ich es zu Anschaffung vor.
Dank der Bücherhallen kann ich so viel lesen und muss nicht mal Geld ausgeben. Naja ... bis auf die jährliche Gebühr, aber bei der kann man wirklich nicht meckern. Ich weiß gar nicht, wie viel Geld ich schon dank der Bücherhallen sparen konnte. Vielleicht erstelle ich für 2020 eine Liste, um das herauszufinden. 

3. Bücherkauf bewusster gestalten

Vielleicht hat es schon jemand gemerkt, aber ich mache keine Neuzugangsposts mehr. Es hat sich für mich einfach nicht gelohnt. Ich kaufe mir nur noch recht selten Bücher und dann auch nur in kleinen Mengen. Wenn ich mir Bücher kaufe, dann meist nur, weil ich sie unbedingt besitzen will. Das sind dann entweder Bücher von meinen Lieblingsautor*innen oder Bücher, die ich zuvor über die Bücherhallen gelesen und geliebt habe.
Bücher kaufe ich meist auch nur noch dann, wenn ich mir sicher bin, dass ich sie innerhalb der nächsten paar Wochen lesen werden. Das klappt natürlich mal mehr oder weniger gut. Aber zum Großteil klappt es.
Natürlich kaufe ich auch noch Bücher von Autor*innen, die ich nicht kenne oder Bücher, die mich einfach so ansprechen. Diese sind dann aber meist gebrauchte Bücher, die ich günstig ergattern konnte. Aber auch hier gilt mein Vorsatz, dass ich sie zeitnah lesen möchte. 
Mir geht es nicht darum so wenig Bücher wie möglich zu kaufen. Ich möchte einfach bewusster Bücher kaufen. Ich kaufe lieber weniger Bücher, dafür aber welche, die mir das Geld wert sind, die ich absolut liebe und die ich wirklich im Regal stehen haben möchte. Die Bücherhallen helfen hierbei enorm. Ich finde neue Lieblingsbücher, die ich haben will und wenn ich mal ein Buch aus der Bücherhalle lese, das mir nicht gefällt, dann ärgere ich mich nicht, dass ich dafür Geld ausgegeben habe.

2019 habe ich, dank der Bücherhallen und eines bewussteren Bücherkaufs, es geschafft 'nur' 23 Bücher zu kaufen. Die restlichen Bücher, die bei mir eingezogen sind, waren Rezensionsexemplare oder Geschenke. Mit meinem bisherigen Kaufverhalten bin ich absolut zufrieden und möchte es daher auch 2020 beibehalten.

4. Pro Monat ein Stephen King Buch lesen

Das ist der erste richtige Vorsatz, den ich mir tatsächlich nur für 2020 vorgenommen habe. Ich habe eine kleine Menge an Stephen King Büchern zuhause, die hier seit Jahren ungelesen herumstehen. Das soll jetzt ein Ende haben und über Caravan bin ich in einem digitalen Buchclub, in dem wir jeden Monat ein Buch von Stephen King lesen wollen. Ich habe ja die Hoffnung, dass wir auch welche lesen werden, die ich schon zuhause habe, damit ich die Bücher endlich von meinem SuB befreien kann.
Ich mag Stephen King ganz gerne und es ist generell ein Ziel von mir, jedes seiner Bücher zu lesen. Und da ich eine Menge Bücher vor mir habe, dachte ich, dass es mal an der Zeit ist, anzufangen. Ich bin mal gespannt, ob ich es wirklich schaffe, jeden Monat ein Buch zu lesen und auch, ob ich es irgendwann schaffe, jedes seiner Bücher gelesen zu haben.

5. 75 Bücher lesen

Last but not least: Die Goodreads Challenge. Normalerweise setze ich mir 50 Bücher als Ziel, aber dadurch, dass ich 2018 Comics für mich entdeckt habe und sie ab und zu mal gerne lese, dachte ich mir, dass ich die Zahl auf 75 erhöhe. Damit mache ich mir immer noch keinen Druck und ich werde weiterhin entspannt lesen können. 2019 habe ich, dank Comics, die 100 Bücher mit Leichtigkeit geknackt. 75 Bücher sollten daher ein Klacks sein.

Wie steht ihr zu Jahresvorsätzen? Habt ihr auch welche für das nächste Jahr? Wenn ja, welche sind es?

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2 Kommentare

  1. Huhu :)

    Ich wünsche dir noch ein frohes neues Jahr! ✨

    Zugegeben, ich liebe Jahresvorsätze. Ich finde aber auch, dass es einen Unterschied gibt, zwischen den Standardsachen wie "mehr Sport" (die sowieso niemand einhält) und kreativen Zielen, was zum Beispiel Hobbies angeht. Bei dem Sportziel finde ich es auch unnötig bis zum Anfang des Jahres oder zum nächsten Monat zu warten, weil dann funktioniert das sowieso nicht. Aber beim Lesen oder beim Blog oder beim Schreiben macht es mir total Spaß mir zu überlegen, woran ich im nächsten Jahr arbeiten will. Wobei ich das dann auch über das Jahr, alle 3 Monate anpasse.

    "Konzentration auf Bücher, die ich schon besitze" klingt gut. Da war ich 2019 eigentlich ziemlich gut drin, aber es kann ja nicht schaden, 2020 dabei zu bleiben.

    Meine Bücherei in Rostock und die Onleihe sind auch wesentlich besser als die in meiner Heimatstadt war (obwohl ich immer noch ein bisschen neidisch auf die Bücherhallen bin). Und wieso solltest du das tolle Angebot auch nicht nutzen, wenn du es doch hast?

    Stephen King ist irgendwie auch so ein Projekt, was ich immer mal in Angriff nehmen wollte, aber irgendwie habe ich das nicht geschafft. Jedenfalls möchte ich irgendwann in diesem Leben nochmal "Es" lesen 😂

    Viel Erfolg bei deinen Vorsätzen!
    Alles Liebe
    Aileen

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    1. Bei dem Unterschied stimme ich dir definitiv zu! Ich glaube das ist vielleicht ein Grund, warum ich mir nie was aus solchen Vorsätzen nie etwas gemacht habe, weil es meist eh welche sind, die man nicht einhält. Deswegen sind meine auch eher welche, die ich schon längst in meinen Alltag integriert sind, damit kein Frust aufkommt, wenn es doch nicht sofort klappt. Und das man Spaß an der Sache hat, sich Vorsätze zu überlegen, ist wohl der wichtigste Teil, damit man auch wirklich an den Dingen arbeitet.

      Ich denke auch, dass es nicht schaden kann, 2020 dabei zu bleiben. Bei mir hat es 2019 ja auch recht gut geklappt, worauf ich echt Stolz bin und es ist ein gutes Gefühl, den Büchern, die schon im eigenen Besitz sind, die Aufmerksamkeit zu schenken.

      Hier habe ich wirklich ein wahnsinniges Glück! Die Bücherhallen sind auch ein Grund, warum ich nie aus Hamburg weg will 🤣 Und das sehe ich genauso. Es ist eine Win-Win Situation. Ich muss kein Geld ausgeben, weil das Angebot so gut ist und dadurch spare ich Geld, was ich in andere Bücher investieren kann, die ich unbedingt besitzen will :D

      "Es" kann ich dir nur empfehlen. Nur sei drauf vorbereitet, dass es nicht sehr gut gealtert ist. Besonders was das Thema Homophobie und das N-Wort betrifft. Ich weiß nicht, ob neuere Ausgaben überarbeitet worden sind, weil ich eine Ausgabe aus den 80ern ist.

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