[Rezension] A.J. Hackwith - The Library of the Unwritten

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The Library of the Unwritten | A.J. Hackwith | 384 Seiten | e-Book |  ca. 6 €

Inhalt

Many years ago, Claire was named Head Librarian of the Unwritten Wing-- a neutral space in Hell where all the stories unfinished by their authors reside. Her job consists mainly of repairing and organizing books, but also of keeping an eye on restless stories that risk materializing as characters and escaping the library. When a Hero escapes from his book and goes in search of his author, Claire must track and capture him with the help of former muse and current assistant Brevity and nervous demon courier Leto. 

But what should have been a simple retrieval goes horrifyingly wrong when the terrifyingly angelic Ramiel attacks them, convinced that they hold the Devil's Bible. The text of the Devil's Bible is a powerful weapon in the power struggle between Heaven and Hell, so it falls to the librarians to find a book with the power to reshape the boundaries between Heaven, Hell….and Earth.

Zitate

"How much easier it would be if everyone knew their role: the hero, the sidekick, the villain. Our books would be neater and our souls less frayed. But whether you have blood or ink, no one's story is that simple."

"Stories can die. Of course they can. Ask any author who's had an idea wither in their head, fail to thrive and bear fruit. Or a book that spoke to you as a child but upon revisiting it was silent and empty. Stories can die from neglect, from abuse, from rot. Even war, as Shakespeare warned, can turn books to graves.
We seek to preserve the books, of course. But we forget the flip side of that duty: treasure what we have. Honor the stories that speak to you, that give you something you need to keep going. Cherish stories while they are here.
There's a reason the unwritten live on something as fragile as paper."

Meine Meinung

The Library of the Unwritten habe ich ganz zufällig entdeckt und das Konzept einer Bibliothek der ungeschriebenen Bücher in Bücher gerne mal aufwachen und sich als Charakter manifestieren um die Autoren zum weiterschreiben zu motivieren fand ich unglaublich interessant. Für mich war sofort klar, dass ich das Buch lesen will. 

Die Handlung hat mich sofort in den Bann gezogen und obwohl es sich bei dem Buch um ein Fantasybuch handelt, war es doch leicht sich zurechtzufinden, weil es keine komplett neue Welt ist, in der man erst die Regeln kennenlernen muss. Stattdessen befinden wir uns tatsächlich in unserem Universum, aber die Hölle, der Himmel und andere Reiche, wie z.B. Valhalla, existieren. Weil uns diese Reiche bekannt sind, musste man nicht viel Energie aufbringen, um sich zurechtzufinden. Es war auch mal eine angenehme Abwechslung von anderen Fantasybüchern, die ihre komplett eigene Welt haben und das Buch kann somit besonders Leser ansprechen, die normalerweise mit High Fantasy nichts anfangen können. 

Die Handlung hatte für meinen Geschmack ein sehr angenehmes Tempo und ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass sie sich im Kreis drehen würde. Der Konflikt, der sich zu Beginn der Handlung entwickelt, wird im Laufe der Handlung immer weitergesponnen. Hierbei hat A.J. Hackwith einige Überraschungen mit denen ich nicht gerechnet habe. Generell wusste ich nie genau, in welche Richtung sich die Handlung weiterentwickeln würde, denn wirklich alles schien möglich. Leider kann ich nicht genauer darauf eingehen, ohne etwas vorwegzunehmen.  
Den Spannungsverlauf in der Geschichte fand ich aber, trotz einiger Überraschungen, immer ziemlich ähnlich. Zum Ende hin kam dann der Höhepunkt, aber ansonsten war er immer ziemlich konstant und ist an keiner Stelle abgesunken. 

Besonders toll an dem Buch sind die Charaktere. A.J. Hackwith hat es geschafft eine Menge an vielschichtiger Charaktere zu erschaffen. Selbst die Nebencharaktere haben eine gewisse Tiefe und wirken dadurch nicht eindimensional. Ich glaube, dass jeder sich mit einem der Charaktere identifizieren kann, weil sie alle so unterschiedlich sind. Aber selbst wenn man sich nicht mit ihnen identifizieren kann, wachsen die Charaktere einem ans Herzen. Selbst die Charaktere, bei denen man es nicht unbedingt erwarten würde. Toll ist es auch, dass die Charaktere nicht alle weiß und hetero sind. Claire ist pansexuell und bei dem ein oder anderen Nebencharakter wird es auch angedeutet, dass sie nicht heterosexuell sind. 

Fazit

Mit The Library of the Unwritten hat A.J. Hackwith eine originelle Geschichte kreiert, die einen sofort in den Bann zieht. Leider ist bei mir der Funken nicht ganz übergesprungen, aber ich kann das Buch dennoch jedem mit gutem Gewissen empfehlen und ich hoffe, dass das Buch irgendwann übersetzt wird, damit auch das deutsche Publikum nicht auf dieses tolle Buch verzichten muss. 

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2 Kommentare

  1. Huhu

    Das Buch habe ich schon eine Weile auf dem Radar, danke für deine tolle Rezi dazu! Es spricht mich jetzt tatsächlich noch ein wenig mehr an :) Mal schauen, wann der SuB soweit abgebaut ist, dass was neues einziehen darf :P

    LG
    Katy

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    1. Das Problem mit dem SuB kenne ich 😅
      Es lohnt sich aber definitiv und ich hoffe, dass dein SuB demnächst ein neues Buch zulässt :D

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Vielen Dank für deinen Kommentar :)

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